Paare in getrennten betten - Alemán B1 EOI Canarias

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Getrennte Schlafzimmer als Zeichen einer ermüdeten Beziehung?

 

EOI alemán B1 - Paare in getrennten betten
Neulich war ich bei einem Abendessen mit Freunden. Die Frage "Schlaft ihr eigentlich noch in einem Bett?" kam dort ungefähr so an, als hätte man sich nach deren letzten „One-Night-Stand“ (=einmalige außereheliche Beziehung) erkundigt.
Die Schlafzimmerfrage scheint also einiges über unser Verständnis von Liebe zu erzählen; als seien unsere Schlafgewohnheiten so etwas wie ein Spiegel der Beziehung. Nach dem Motto: Nur wer besonders dicht aneinandergekuschelt die Nacht verbringt, kann sich besonders lieb haben. Für viele folgt getrennten Schlafzimmern bald die sichere Scheidung.
Nun kennt die nächtliche Innigkeit viele Nuancen. Das beginnt mit Alltäglichkeiten wie mit der Entscheidung für oder gegen einen Schlafanzug. Oder der Bettzeugfrage. Die Deutschen scheinen zum Beispiel ihr Federbett so ungern zu teilen wie ihr Kopfkissen. Jeder schläft am liebsten für sich allein unter der warmen Decke.
Honoré de Balzac konnte sich nichts Romantischeres als das weltberühmte französische „Grand lit“ (= Ehebett) vorstellen. Schon aus liebestechnischen Gründen riet er Paaren unbedingt zum ritzefreien Doppelbett. Die zwei getrennten Einzelbetten waren für ihn Liebestöter. Auf der anderen Seite des Atlantiks wurden die Zwillingsbetten ein Jahrhundert später sogar Staatsangelegenheit. Das US-Familien-Ministerium machte die Singlebetten für die steigenden Scheidungsraten verantwortlich.
Allerdings gibt es inzwischen für jedes Verhalten auch schon wieder eine eigene Studie. So findet Paul Rosenblatt von der Universität in Minnesota, dass die gelebte Intimität des gemeinsamen Schlafens eine zivilisatorische Errungenschaft sei – die warm hält, das Sexualleben fördert und in Notfällen wie Diabetesschock oder Herzinfarkt sogar lebensrettend sein kann.
Quelle: Der Tagesspiegel, Nora Sobich, 23.11.2010 (verkürzt)


LESEVERSTEHEN - STUFE B1

 

AUSSAGE

Lesen Sie den Text. Lesen Sie dann die Aussagen und entscheiden Sie, welche Lösung (a, b oder c) richtig ist. Nur eine Lösung ist richtig.

Schreiben Sie die Lösung in das weiße Kästchen. Aussage 0 ist ein Beispiel.

BEISPIEL

0. Die Frage “Schlaft ihr eigentlich noch in einem Bett?” nervte die Gäste, weil…
a. sie nicht unter Schlafstörungen leiden.
b. dieses Thema zur Intimsphäre gehört.
c. sie sich nur ein Bett leisten konnten.
Antwort 0: 

 

FRAGEN

1. Die Schlafgewohnheiten von Paaren geben möglicherweise Auskunft…
a. über den Zustand ihrer Beziehung.
b. über verschiedene Schlafkulturen im Wandel der Zeit.
c. über den Zusammenhang zwischen Schlafkleidung und Gesundheit.
Antwort 1: 
2. Die Deutschen…
a. leiden weitaus weniger an Schlafstörungen als die Amerikaner.
b. legen sich regelmäßig zum Mittagsschlaf ins Bett.
c. wollen das eigene Bett für sich alleine.
Antwort 2: 
3. Die getrennten Einzelbetten waren für den französischen Schriftsteller Honoré de Balzac…
a. die ideale Lösung für viele Paare.
b. Grund Nummer eins für Schlafstörungen und Arbeitsstress.
c. ein Zeichen von missglückter Beziehung.
Antwort 3: 
4. Laut dem US-Familien-Ministerium waren die Einzelbetten …
a. für die niedrige Geburtenrate verantwortlich.
b. für hohe Zwillingsrate verantwortlich.
c. für die Zunahme von Ehescheidungen verantwortlich.
Antwort 4: 
5. Paul Rosenblatt behauptet, dass…
a. das gemeinsame Schlafen uns helfen kann, allmählich einen Tag-Nacht-Rhythmus zu finden.
b. das gemeinsame Schlafen das Risiko für gewisse Krankheiten senkt.
c. das gemeinsame Schlafen besonders viele Nachteile mit sich bringt.
Antwort 5: 

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LÖSUNGSSCHLÜSSEL

  1. a
  2. c
  3. c
  4. c
  5. b

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