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    NIVEL BÁSICO - A2

    NIVEL INTERMEDIO - B1

    NIVEL AVANZADO - B2


    OTROS EXÁMENES RESUELTOS

    Lesen: Buch oder Internet? - PAU 2015 Madrid alemán

    Lesen: Buch oder Internet?
    Im  Laufe  des  letzten  Jahres  war viel  von  der  mangelnden Lesekompetenz der österreichischen SchülerInnen  die  Rede.  Daher wurde  auch  in  den  Medien  viel  zu  diesem Thema  geschrieben.
    Das Ergebnis: Jugendliche lesen nicht schlechter, sondern anders.
    Befunde zur  Lesekompetenz  und Lesebereitschaft,  Lesearten  und Lesegewohnheiten  sind  im Umbruch.  Lesen  gilt  heute  als Basistechnik  in  der Multimediagesellschaft,  die Bedeutung  des Lesens  wächst  im  Zeitalter  der  neuen  Medien.  Die  Lesezeit  für  Bücher  und Zeitungen  sinkt (zwar nicht dramatisch, aber doch deutlich). Dafür steigt aber die Lesezeit in den neuen Medien: Jugendliche  lesen  Texte  im  Internet;  sie  surfen,  chatten,  e-mailen  und  downloaden.  Aber auch Medien  wie  CD-ROMs,  Computerspiele  (samt  Gebrauchsanweisung),  das  Handy  (SMS)  oder CD-Covers  erfordern  Lesekompetenz  und  werden  gelesen.  Hypertext  lesen  stellt  sogar  höhere Anforderungen  an  die  Lesefähigkeit  als  das  traditionelle  lineare  Lesen  (reine  Schrifttexte Buchstabe  für  Buchstabe,  von  links  oben  nach  rechts  unten),  das  im  Alltag  immer  weniger wichtig  wird.  Anstelle  dessen  tritt  multimediales,  mehrkanaliges  Lesen:  Text,  Bild,  Logo,  Ton, Grafik,  Filmelemente treten kombiniert auf und müssen gleichzeitig erfasst und gelesen werden;  Texte werden –etwa im Internet– nicht mehr kontinuierlich dargeboten, sondern müssen durch Links als Hypertext vom Leser selbst zusammengestellt werden. Aber Eins zeichnet sich klar ab: Lesen in Zukunft heißt nicht „Buch oder Internet“, sondern „Buch und Internet“.
    Die  Jugendlichen  sind  auf  die  Herausforderungen  dieses  neuen  Lesezeitalters  generell  gut vorbereitet,  Lesekompetenz  und  Lesebereitschaft  sind  besser  als  oft  in  Vorurteilen  behauptet.
    Die  heutige Jugend liest nicht schlechter als frühere Generationen, auch  nicht  weniger, sie  liest anders.

    Linkshänder - Die Welt falsch konstruiert . Alemán B2 EOI Aragón

    Barack Obama - Linkshänder - Die Welt falsch konstruiert
    Nicht nur Barack Obama macht alles mit links. Experten schätzen, dass die linke Hand bei etwa zehn bis 20 Prozent der Weltbevölkerung dominant ist. Doch immer noch scheitern deutsche Schüler wegen Linkshändigkeit.
    Am Computer sitzt der Ziffernblock auf der falschen Seite. Am Geldautomaten wird der
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    Karteneinschub zur akrobatischen Fingerübung. Und aus der Gitarre wollen keine harmonischen Klänge herauskommen. Wenn es um das Bedienen technischer Geräte und das Spielen von Instrumenten geht, fühlen sich Linkshänder bisweilen, als ob sie gleich zwei linke Hände hätten. Ihr Problem: Fast alle Automaten, aber auch sämtliches Werkzeug oder Musikinstrumente sind für Rechtshänder konstruiert. Auf Benachteiligungen im Alltag, die für Linkshänder bestehen,
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    macht der Weltlinkshändertag an diesem Donnerstag aufmerksam.

     

    Alltagshürden eines Linkshänders 

    Die Diskriminierung von Linkshändern fange schon in der Kindheit an, sagt Matthias Wüstefeld. Er ist Linkshänder, wurde jedoch in der Grundschule wie viele andere linkshändigen Kinder gezwungen, mit rechts zu schreiben. Erst vor knapp zehn Jahren – im Alter von 43 – begann Wüstefeld, sich auf seine eigentlich dominante Hand zurückzuschulen. Heute werde ihm
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    schwindlig, wenn er mit rechts schreiben müsse, sagt er. Beruflich hat Wüstefeld als Feinmechaniker begonnen. Doch die für Rechtshänder konstruierten Maschinen und Werkzeuge ließen ihn an seine motorischen Grenzen stoßen. Wüstefeld sattelte um, studierte Sozialpädagogik und betreibt heute in Münster eine von bundesweit 76 Beratungsstellen für Linkshänder.

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    Mit links mehr Schulerfolg

    Vor zwei Jahren erschien Alexandra Marschner mit ihrem Sohn Felix in der Beratungsstelle. Felix hatte damals erhebliche Probleme, in der Grundschule mitzukommen, erzählt Marschner: „Felix war immer sehr unkonzentriert.“ Dass ihr Sohn es nach der Grundschule auf das Gymnasium schaffen würde, daran hatten sie und ihr Mann schon fast nicht mehr geglaubt. „Wir haben zu Felix gesagt, wenn er es auf die Hauptschule schafft, ist das gut.“

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    Inzwischen ist von Hauptschule keine Rede mehr. Nach den Sommerferien geht es für Felix am Gymnasium weiter. Innerhalb von zwei Jahren hat der Elfjährige einen erstaunlichen Leistungsschub hingelegt – nach Überzeugung der Eltern ist die 2007 begonnene Rückschulung ihres Sohnes auf links der Grund.

     

    Lehrer sind nicht ausreichend geschult 

    Felix sei kein Einzelfall, erklärt Wüstefeld. Viele Kinder blühten regelrecht auf, wenn sie damit
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    begännen, ihre dominante Hand zu gebrauchen. Sie gewännen an Selbstsicherheit und fühlten sich ausgeglichener. Im Gegenzug bringe das zwangsweise Drillen auf rechts gravierende Probleme mit sich: „Mögliche Primärfolgen sind Konzentrationsschwierigkeiten, Lese- und Rechtschreibschwächen oder auch Sprachstörungen wie Stottern.“ All dies könne dazu führen, dass sich die Kinder immer weiter zurückzögen oder sozial auffällig würden. Auch Inkontinenz sei
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    eine mögliche Auswirkung. Viele Jahrzehnte wurden linkshändige Kinder in deutschen Schulen zum Gebrauch der rechten Hand erzogen. „Noch bis vor Kurzem stand in den Lehrplänen einiger Bundesländer, dass Lehrer versuchen sollen, leicht linkshändigen Kindern das Schreiben mit rechts beizubringen“, beklagt Wüstefeld. Inzwischen werde das Problem in der Lehrerausbildung zwar behandelt, allerdings
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    nur stiefmütterlich.

     

    Aufstand lohnt

    Eine gezielte Förderung von linkshändigen Kindern finde etwa in Nordrhein-Westfalen nicht statt. „In Düsseldorf ist man der Ansicht, eine solche Förderung braucht man nicht im Lehrplan. Die Lehrer wüssten, was zu tun ist, und andere Sachen seien wichtiger“, kritisiert Wüstefeld. NRW sei aber nicht das einzige Bundesland, das hinterherhinke. Ganz anders sehe der Lehrplan von
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    Bayern aus. Dieser sei in Bezug auf die Förderung von Linkshändern sehr gut. Die noch immer allumfassende Dominanz der Rechtshänder erklärt der Münsteraner Experte mit dem Unvermögen der Linkshänder, sich Gehör zu verschaffen. „Das Problem der Linkshänder ist, dass sie es nicht schaffen, sich als Gruppe zusammenzutun und zu sagen, wir legen jetzt mal alle unsere Probleme auf den Tisch. Auch viele Linkshänder meinten: ‚Ach, dafür lohnt sich doch
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    der Aufstand nicht.´“
    © FOCUS

    Stress am Arbeitsplatz - Alemán B2 EOI Asturias

    Stress am Arbeitsplatz
    TEIL 1. Laut einer OECD-Studie leidet jeder fünfte Arbeitnehmer unter psychischen Erkrankungen. Immer mehr Unternehmen suchen daher nach Ansätzen, um ihren Beschäftigten bei seelischen Belastungen, bei Stress und Überforderung beizustehen.

    TEIL 2. "Ich denke, heute ist es so, dass der Erschöpfte den Gebrechlichen ersetzt," sagt Andrea Gensel. Mit Erschöpfung am Arbeitsplatz kennt sich die 48-Jährige aus. Vor zehn Jahren hat sich die gelernte Betriebspsychologin mit einer Personalberatung für Führungskräfte selbstständig gemacht. Am Anfang ging es in ihren Seminaren noch hauptsächlich um arbeitstechnische Fragen: "Wie komme ich in Verkaufsgesprächen überzeugend rüber, wie löse ich Konflikte mit Mitarbeitern?" Im Laufe der Zeit aber hat sich das geändert: "Und wir haben schon vor fünf Jahren ganz deutlich in meinem Unternehmen bemerkt, dass immer wieder Fragen in dem Bereich der psychischen Störungen auftauchten, dass das Coaching kein technisches Coaching unbedingt mehr war, also wie gestalte ich meine Arbeitszeit optimaler, sondern das waren immer mehr psychologische Themen."

    TEIL 3. Als sich Krankheitsbilder wie Burn-out und Depression häuften und viele ihrer Kunden mit dem Wunsch nach einer psychologischen Einzelberatung zu ihr kamen, erkannte Andrea Gensel die Marktlücke und reagierte. 2009 gründete sie das Unternehmen CarpeDiem24. Sein Angebot nennt sich externe Mitarbeiterberatung. Das Prinzip: Ein Arbeitgeber schließt einen Vertrag mit CarpeDiem24 und zahlt eine monatliche Pauschale. Im Gegenzug können alle seine Angestellten eine Hotline wählen und sich von geschultem Fachpersonal am Telefon psychologisch beraten lassen. Bis zu vierundzwanzig Stunden am Tag, kostenlos und anonym. Egal, wo der Schuh drückt: ob beruflich oder privat. Jeder, der die Hotline wählt, landet erst einmal hier. Da der Service komplett anonym ist, muss der Anrufer bis auf den Namen seines Arbeitgebers keine Angaben machen. Dann wird er zum persönlichen Gespräch an einen der Berater durchgestellt. Für viele, die anrufen, geht es erst einmal darum, sich über ihr Problem selbst klar zu werden. Vertrauen ist das wichtigste Kapital von Andrea Gensel. Und darum wirbt sie. Bei jedem neuen Kunden spricht sie auf der Betriebsversammlung vor allen Mitarbeitern. "Das ist ganz wichtig. Weil so sieht die gesamte Belegschaft ein Gesicht dazu. Die sehen, dass wir bodenständig sind.“ Zum Vertrauen gehört aber auch, dass nichts von den Gesprächen nach außen dringt. Stichwort Datenschutz. Deshalb unterliegen nicht nur alle Berater der Schweigepflicht; auch wer als Journalist über CarpeDiem24 berichtet, muss schriftlich seine Verschwiegenheit versichern. Für die Arbeitgeber gibt es zweimal im Jahr eine Auswertung mit viel statistischem Material. Darin steht dann beispielsweise, wie häufig die Mitarbeiter insgesamt angerufen haben und mit welchen Themen. Rückschlüsse auf konkrete Personen ergeben sich daraus nicht.

    TEIL 4. Im Schnitt sind es um die zehn Prozent der Mitarbeiter in einem Unternehmen, die das Angebot von CarpeDiem24 nutzen. Die meisten wegen privater Probleme: Krach in der Ehe, ein plötzlicher Krankheitsfall in der Familie oder Schuldenprobleme - oft sind es ganz konkrete Dinge, von denen sich Menschen überfordert fühlen. Der Anteil der Anrufer mit psychischen Störungen liegt bei insgesamt zwanzig Prozent. Tendenz steigend. "Wir beraten zu Depression, Zwänge, Ängste, psychische Störungen, Suchtprobleme, alles, was das Leben zeigt.“. Doch gerade wenn ein psychisches Störungsbild vorliegt, kommt es vor, dass die telefonische Beratung an ihre Grenzen stößt. Dann hilft nur noch eine Therapie: "Manchmal reichen drei bis fünf Gespräche, um den Menschen wieder stabilisieren zu können und wenn es nicht reicht, das sind zwanzig Prozent der Gespräche, wo wir dann sagen, hier vermitteln wir weiter an niedergelassene psychologische Psychotherapeuten."

    TEIL 5. Zu den Kunden von CarpeDiem24 zählt seit Kurzem auch der Schlüsselhersteller Assa Abloy. Das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Berlin hat rund vierhundertdreißig Beschäftigte. Für sie nimmt vor allem die Arbeitsdichte immer mehr zu, stellt Personalleiter Alexander Vath fest: "Das merken mit Sicherheit viele Mitarbeiter, dass die Arbeit heutzutage trotz der technischen Verbesserungen, E-Mail etc., nicht einfacher geworden ist, sondern wahrscheinlich schwieriger geworden ist. Die Zeit ist die gleiche, aber es spielt sich einfach viel, viel mehr ab in der gleichen Zeit als früher und das ist das Problem." Für Vath sind deshalb die Unternehmen in der Pflicht, sich mehr um die seelische Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu kümmern.

    TEIL 6. Anders als in den Vereinigten Staaten gibt es hierzulande noch keine verlässlichen Studien über die Auswirkungen der externen Mitarbeiterberatung. Sichtbar jedoch ist der Erfolg bei den Kunden: 25 Unternehmen mit insgesamt rund 25.000 Beschäftigten betreut Carpe Diem 24 derzeit an seinen Standorten in Lübeck und Hamburg. Der Preis pro Mitarbeiter liegt zwischen 1,10 Euro und 5,80 pro Monat. Je nachdem wie groß ein Unternehmen ist und ob es den Service für den ganzen Tag oder nur für ein paar Stunden bucht.
    Kritik an diesem Modell kommt von den Gewerkschaften. Zwar sei die externe Beratung am Telefon durchaus ein sinnvolles Angebot, sagen auch sie. Allerdings nur als ergänzende Maßnahme. Denn die eigentlichen Ursachen von Stress und psychischer Überforderung am Arbeitsplatz beseitige sie nicht. Für Hanns Pauli, Gesundheitsexperte beim Deutschen Gewerkschaftsbund, hilft da nur eins: bessere Arbeitsbedingungen in den Betrieben und die genaue Einhaltung von arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften. Eine externe Unterstützungsstruktur sei für die Beschäftigten auf jeden Fall sinnvoll. Aber das ändere nichts daran, dass letztendlich intern auch etwas getan werden muss und dass vor allen Dingen das Thema auch der Gefährdungsbeurteilung maßnahmenorientiert weitergetrieben werde und die Beschäftigten auch gefragt würden, was sich an ihren Arbeitsbedingungen ändern sollte."

    EOI País Vasco alemán B1 resuelto - Große Architekten sind nie zufrieden mit der Welt – und das ist gut so

    Große Architekten sind nie zufrieden mit der Welt – Jürgen Mayer
    Große Architekten sind ihrer Zeit oft voraus. Ihre Entwürfe sind Abbild der Wünsche und Konflikte einer Epoche. So leitete das 1919 in Weimar gegründete Bauhaus mit seiner neuen Sachlichkeit, seinen funktionalen Bauten und Möbeln das Ende einer Zeit ein, die es gern neobarock und verschnörkelt hatte. Für den Architekten Ludwig Mies van der Rohe, der am Bauhaus wirkte, war die Baukunst »der räumliche Ausdruck geistiger Entscheidungen«. Der Architekt Le Corbusier, geboren 1887 in einer kleinen Schweizer Uhrmacherstadt, hat gleich mehrfach versucht, ideale Welten zu bauen. 1947 zum Beispiel hat er die Cité Radieuse entworfen: ein Hochhaus in Marseille, in dem es alles gab, was eine Stadt ausmacht: einen Friseurladen, ein Hotel, einen Supermarkt und auf dem Dach einen Spielplatz mit Blick aufs Mittelmeer.
    Es gibt genügend Beispiele dafür, dass Regierungen Architekten engagierten, um ihre politischen Absichten in Bauten zu manifestieren. So entwarf der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer für die Regierung irgendwo im Nirgendwo die Hauptstadt Brasilia, mit der sich für Brasilien der Aufbruch in eine neue Zeit verband. Visionen sind wichtig, um die Zukunft zu meistern. Heute suchen Architekten vor allem nach Antworten auf Fragen wie die nach der Erderwärmung oder nach sozialen Ungerechtigkeiten. Niedrigenergiehäuser für Privatleute, aber auch für Firmen werden das Stadtbild in Zukunft prägen. Bekannte Architekten wie Rem Koolhaas, Zaha Hadid oder Jürgen Mayer zeigen, dass in der Architektur oftmals aus visionären Entwürfen Antworten auf die gesellschaftlichen Veränderungen entstehen.

    Wenn alle anderen Klassenkameraden mehr haben - PAU Alemán País Vasco 2013

    Wenn alle anderen Klassenkameraden mehr haben…
    Photo: Xue Jianyue
    Ich gehöre in der Klasse zu den Ärmsten, aber den Unterschied zwischen meinen Mitschülern und mir sieht man erst auf den zweiten Blick. Im Gegensatz zu mir haben sie ein iPhone oder benutzen im Unterricht ihr iPad. Viele fahren mit ihrem Motorroller oder sogar einem eigenen Auto zur Schule. Ich selbst bin anderthalb Stunden mit dem Zug unterwegs. Meine Mutter, meine Schwester und ich wohnen in einem Vorort von Frankfurt, weil dort die Mieten billiger sind.
    Meine Schule liegt in einer wohlhabenden Gegend, dem Westend in Frankfurt. Dort mache ich nächstes Jahr mein Abitur. Mein Glück ist, dass ich nicht die Einzige bin, deren Familie wenig Geld hat. Es gehen auch Kinder aus dem weniger betuchten Gallus-Viertel auf mein Gymnasium. Armut bedeutet für mich, dass wir uns über alle Anschaffungen Gedanken machen müssen und nie Geld da ist, wenn es für mich drauf ankommt: Für Studienreisen zum Beispiel können meine Mitschüler Angebote in Japan, Rom oder den USA annehmen. Ich kann nur an obligatorischen Klassenfahrten teilnehmen, weil die vom Amt bezahlt werden. Ich muss dann jedes Mal einen sogenannten Beihilfeantrag vom Lehrer unterschreiben lassen. Das ist unangenehm, weil es die anderen oft mitkriegen.
    Meine Mutter ist mit Ende Zwanzig als politischer Flüchtling aus dem Iran nach Deutschland gekommen. Weil ihre Zeugnisse hier nicht anerkannt wurden, hat sie ihr Abitur noch einmal gemacht und Soziologie studiert. Vor zwei Jahren hat sie eine Ausbildung zur Erzieherin begonnen und arbeitet nun in Teilzeit an einer Schule.
    Insgesamt hat sie so um die 1.100 Euro im Monat für uns drei. Taschengeld ist für uns nicht drin. Mein Zukunftswunsch: Medizin studieren und später bei „Ärzte ohne Grenzen“ im Ausland arbeiten. Ich möchte anderen Menschen helfen und Dinge tun, die mich glücklich machen.

    Stefanie macht ein Praktikum am Strand

    Stefanie macht ein Praktikum am Strand
    Wo andere Urlaub machen, habe ich im letzten Jahr mehrere Monate ein Praktikum gemacht: in einem Luxushotel, direkt am Strand von Teneriffa. Das war ein echtes Traumhotel. Die Gäste waren hauptsächlich Engländer, Deutsche und Spanier.
    Auch das Personal war international. Mit den Kollegen habe ich mich gut verstanden. Sie waren sehr freundlich und hilfsbereit. Als Praktikantin durfte ich kostenlos im Hotel wohnen und mit den Kollegen in der Kantine essen. Und ich bekam sogar noch ein Taschengeld.
    Die meiste Zeit arbeitete ich im Bereich “Reservierung”. Ich wusste gar nicht, dass es so schwierig ist, die Reservierungen richtig zu organisieren. Aber jeden Tag gibt es Änderungen, weil ganze Gruppen nicht kommen oder Gäste früher abreisen müssen. Ein Glück, dass ich immer erfahrene Kollegen um mich hatte, die mir halfen, wenn ich nicht mehr weiterwusste.
    Mit den meisten Gästen konnte ich mich auf Englisch oder Deutsch unterhalten. Und auch meine Kollegen sprachen alle Englisch. Aber auf Teneriffa gibt es natürlich auch spanische Gäste und da hatte ich manchmal Probleme.
    Ich kann wirklich jedem ein Auslandspraktikum empfehlen. Die Erfahrungen, die man im Laufe weniger Monate sammelt, sind sehr vielfältig. Die Arbeit in einem groβen Hotel gefällt mir sehr und nach meinem Studium werde ich mir mit Sicherheit dort einen Arbeitsplatz suchen.
    Ich glaube, ich hatte mit meinem Praktikum sehr viel Glück, denn nach zahlreichen erfolglosen Bewerbungen in Spanien fand ich im Internet endlich eine Agentur, die die komplette Organisation des Praktikums übernahm. Ohne so einen Kontakt ist es sehr schwer, einen Praktikumsplatz in einem solchen Luxushotel zu bekommen.

    Sebastian übt Tanzen - PAU Madrid 2014

    Sebastian übt Tanzen
    Sebastian Grundler ist 20 Jahre alt. Er studiert an der Heinz-Bosl-Stiftung in München Ballett: "Ich weiß, es klingt blöd, so etwas mit zwanzig zu sagen, aber: Je älter man wird, desto härter wird es für einen Tänzer. Über Weihnachten zum Beispiel habe ich eine Woche nicht trainiert - mein Körper hat mich sofort bestraft. Er hat danach viel mehr weh getan und Muskelkater hatte ich auch. Deshalb mache ich nur selten längere Pausen. Wenn ich Schule habe, trainiere ich sowieso täglich. Und in den Ferien versuche ich, mich alleine in Form zu halten. Ich schaue dann fern während ich Bauchmuskelübungen mache. Das ist ziemlich gut. Im Training muss man absolut konzentriert sein. Natürlich gibt es Tage, an denen ich keine Lust habe, aber eigentlich vergesse ich das, sobald ich im Saal stehe. Als ich acht Jahre alt war, kam meine Mutter auf die Idee, mich zum Ballett zu schicken. Meine große Schwester hat Ballett gemacht, ich aber fand damals, das sei nur etwas für Mädchen. Mit zwölf habe ich das dann anders gesehen. Seither tanze ich. Ich habe auf viele Sachen verzichtet. Ich habe kaum Zeit für Freunde oder zum Ausgehen. Jeden Tag fangen wir zuerst mit kleinen Bewegungen an, zum Beispiel die Füße am Boden bewegen. Dann werden die Bewegungen größer und schneller. Nach einer halben Stunde verlässt man die Stange und geht in die Mitte. Erst ganz zuletzt, wenn man richtig warm ist, kommen die Sprünge dran. Es ist sehr hart, aber es gefällt mir sehr.”

    EOI País Vasco almán B1 resuelto - Organisiertes Verbrechen im Netz

    Organisiertes Verbrechen im Netz
    Die neue europäische Cyberpolizei macht im Internet Jagd auf Schwerverbrecher.

    Was vor ein paar Jahren noch Inhalt eines Science-Fiction-Romans gewesen wäre, ist heute Realität: Im Internet treiben Verbrecherbanden ihr Unwesen und machen sich bewaffnet mit der Maus über Ersparnisse und Kreditkartenkonten her. In den virtuellen Briefkästen häufen sich täuschend echt aussehende E-Mails, die angeblich von Banken oder Zahlsystemen wie PayPal versendet werden und den Empfänger dazu auffordern, seine Passwörter preiszugeben. Phishing heißt diese Methode. In der Europäischen Union gibt es für Cyberkriminelle viel zu holen, über 70 Prozent der Europäer sind online, kommunizieren, shoppen, informieren und unterhalten sich im Netz. Seit Januar 2013 hat die EU ihre eigene Cyberpolizei.
    Das European Cybercrime Centre (EC3) mit Sitz in Den Haag ist eine Abteilung der europäischen Polizeibehörde Europol und kooperiert mit nationalen Organisationen wie dem deutschen Bundeskriminalamt. Die Verbrecher im Visier der Ermittler sind keine Einzeltäter aus der Hacker-Szene. Laut der internationalen Polizeiorganisation Interpol, mit der das EC3 eng zusammenarbeitet, sind Banden weltweit mittlerweile für über 80 Prozent der im Internet begangenen Kriminalität verantwortlich. Es handelt sich längst um organisiertes Verbrechen im großen Stil, vergleichbar mit dem internationalen Drogenhandel. Verluste durch Cyber-Raubzüge schätzt Interpol allein in Europa auf rund 750 Milliarden Euro pro Jahr.
    Verbrechen im Netz werde es in den kommenden Jahren noch mehr geben, befürchtet Troels Oerting, Chef des EC3: "Mit der wachsenden Vernetzung ärmerer Gegenden in Afrika, Südamerika, Asien oder auch Osteuropa wird eine große Welle".

    Interview mit Sofia Coppola: "Ich bin ein Kontrollfreak" - Alemán B1 EOI Canarias

    Interview mit Sofia Coppola: "Ich bin ein Kontrollfreak"
    Sofia Coppola über ihren Film "Somewhere", das Leben im Showbusiness, Nachdrücklichkeit bei Film und Familie und den Moment ihrer Geburt.
    Mit einem berühmten Vater wie Francis Ford Coppola ist man vermutlich zum Erfolg verdammt. Doch spätestens seit ihrem Oscar-Gewinn für “Lost in Translation” hat sich Sofia Coppola erfolgreich aus dem übermächtigen Schatten ihres Vaters herausbegeben. Sie hat eine eigene Bildsprache gefunden, die ihre Filme so besonders machen - und ihr für “Somewhere” bei den Filmfestspielen von Venedig 2010 den goldenen Löwen eingebracht haben.

    Krise in Südeuropa Italiener stürmen Deutsch-Kurse - Alemán B1 EOI Baleares

    Online-Übungen für Deutsch als Fremdsprache

    Tausende Italiener büffeln1 plötzlich Deutsch. Die Sprache Goethes galt lange als schwer und wenig nützlich. Doch nun locken in Goethes Heimat, nördlich der Alpen, Jobs und Geld. Für Auswanderungswillige ein guter Grund, sich mit der für sie schwierigen Grammatik zu beschäftigen.


    EOI alemán B1 resuelto - Krise in Südeuropa Italiener stürmen Deutsch-Kurse „Es wird immer schlimmer“, sagt Massimo. Die Kommune2 in Italien, für die der selbständige Handwerker arbeitet, sind quasi pleite. Sie zahlen Massimos Rechnungen mit monatelanger Verspätung. Manchmal dauert es ein Jahr, bis er sein Geld bekommt. Er aber muss Material, Steuern und Abgaben immer sofort bezahlen, oft auf Kredit.
    Massimo hat keine Lust mehr auf Italien, er sucht sein Glück im Norden. „Ick gehe nack Deutscheland“, sagt Massimo. In der Nähe von Ulm hat Massimo Verwandte, da will er hin, da will er arbeiten und mehr Geld verdienen als daheim. Ein kleines Problem gibt es noch: Er muss Deutsch lernen. „Das sär schwierige“, stöhnt er. Aber er werde es schon schaffen.
    So wie Massimo bemühen sich im Moment Tausende von Italienern, junge wie ältere, eine Sprache zu lernen, deren Grammatik ihnen ebenso schwer fällt wie die zungen-, lippen- und halsbrecherische Aussprache. Worte wie „Schleswig-Holstein“ oder „Bordsteinkante“ können sie einfach nicht richtig sagen. Und der in Italien immer noch vergötterte Formel-1-Pilot Michael Schumacher wird selbst von den Experten im italienischen Fernsehen „Skumaker“ genannt.

    Alemán B1 EOI Murcia - Mobilität, die Autos der Zukunft

    Online-Übungen für Deutsch als Fremdsprache


    EOI alemán B1 - Mobilität – die Autos der Zukunft
    Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Menschen – das hat sich seit der Erfindung des Rads nicht geändert. Mobilität prägt unsere Wirtschaft. In Deutschland hängt fast jeder zweite Arbeitsplatz direkt oder indirekt von der Automobilindustrie ab. Noch nie fuhren so viele Autos auf deutschen Straßen wie heute – und wenn die Prognosen recht behalten, wird ihre Zahl weiter zunehmen.
    Seit den 50er Jahren stieg die Anzahl der Pkw von drei Millionen in den alten Bundesländern auf heute rund 44 Millionen Fahrzeuge in ganz Deutschland. Obwohl künftig die Bevölkerung nur gering wachsen wird, sollen die Autozahlen bis zum Jahr 2020 auf 48 bis 52 Millionen Fahrzeuge steigen, vermutet eine Shell-Studie vom August 2001. Deshalb werden Verkehrstaus und Lärm weiter zunehmen. Trotzdem wird die Luft nicht schlechter. Im Gegenteil: Seit den 80er Jahren haben sich die schädlichen Autoabgase um mehr als 60 Prozent verringert. Dank verschärfter Abgasvorschriften entwickelte die Automobilindustrie bessere Motoren, die weniger Sprit verbrauchen, und baute Abgasreinigungsanlagen in die Fahrzeuge ein. Außerdem haben sich die europäischen Automobilbauer verpflichtet, den Durchschnittsverbrauch aller neu zugelassenen Pkw um 25 Prozent zu senken.
    Seit über 100 Jahren fahren Elektromobile mit Batterien an Bord. Solche batteriegetriebenen Fahrzeuge sind leise und stoßen keine giftigen Abgase aus. Doch als Massenverkehrsmittel konnten sie sich nicht durchsetzen, weil die Fahrbatterie zu schwer und zu teuer ist. Außerdem kann die Batterie nur wenig Energie speichern, was die Reichweite solcher Autos deutlich einschränkt. Trotzdem versuchen die Autohersteller, das Elektroauto straßentauglich und vor allem kundenfreundlich zu entwickeln – in erster Linie auf politischen Druck in den USA.
    Seit 2003 müssen in Kalifornien und weiteren vier US-Bundesstaaten zehn Prozent der Fahrzeuge schadstofffrei sein. Wer also dort Autos verkaufen will, muss abgasfreie Fahrzeuge anbieten. Das können zurzeit nur Elektrofahrzeuge leisten, die ihren Strom aus Batterien erzeugen.
    Noch tanken die meisten Autos für den Straßenverkehr Kraftstoffe aus Erdöl. Doch seit Jahren wird intensiv an Ersatztreibstoffen geforscht. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Die Luftverschmutzung nimmt ständig zu und trägt zum Klimawandel bei. Deshalb werden immer strengere Umweltgesetze erlassen, die herkömmliche Kraftstoffe nicht mehr einhalten können. Außerdem sind viele Experten davon überzeugt, dass in den nächsten Jahrzehnten die Erdölquellen immer dürftiger sprudeln und irgendwann einmal sogar ganz versiegen werden. Alternative Kraftstoffe wie Erdgas, Wasserstoff oder Biodiesel sollen die Abhängigkeit vom Erdöl künftig verringern helfen.
    In Deutschland hat sich die Zahl der mit Erdgas betriebenen Fahrzeuge in den letzten Jahren stetig erhöht. Rund 13.000 Wagen fahren heute bereits mit Flüssiggas. Damit liegt die Energie Flüssiggas in Deutschland an der Spitze der alternativen Treibstoffe. Im europäischen Vergleich allerdings rangiert Deutschland auf einem der letzten Plätze.
    Der Kraftstoff Biodiesel kommt vom Acker und wird in Deutschland bereits von über 1000 Tankstellen angeboten. Hergestellt wird der umweltfreundliche Treibstoff aus Pflanzenöle. Eine der wichtigsten Ölpflanzen in Europa ist der gelb blühende Raps. Das daraus gewonnene Pflanzenöl wandelt eine chemische Reaktion zu Biodiesel um. Bei der Verbrennung im Motor entsteht nur etwa die Hälfte an Ruß wie beim herkömmlichen Dieselkraftstoff. Allerdings verträgt nicht jedes Dieselfahrzeug den alternativen Kraftstoff. Die Fahrzeughersteller geben Auskunft, welche ihrer Wagen Biodiesel tanken dürfen, ohne dass beispielsweise Kraftstoffleitungen Schaden nehmen.
    Die Technik, einen Verbrennungsmotor mit Wasserstoff anzutreiben statt mit Benzin oder Diesel, ist bereits vorhanden. Trotzdem nutzen sie bisher nur wenige  Testfahrzeuge. Denn den 253 Grad kalten, flüssigen Wasserstoff zu tanken, ist nicht ganz einfach. Die weltweit erste Robot-Tankstelle für flüssigen Wasserstoff wurde auf dem Flughafen München errichtet. Dort testen Erprobungsfahrzeuge des Typs BMW 750hL diesen alternativen Treibstoff auf Alltagstauglichkeit. Eine neue Tanktechnik ist derzeit in der Entwicklung, sie wird das normale Betanken per Hand weiter erleichtern.

    Wörtererklärung
    • r, Ruß = schwarzer Kohlenstoff, der durch Verbrennung kohlenstoffreicher Substanzen entsteht

    Alemán A2 EOI Baleares - 100 Jahre Jugendherbergen

    100 Jahre Jugendherbergen
    Die Betten selbst beziehen, Küchendienst und um 22.00 Uhr Nachtruhe - das alles kennen viele von uns bestimmt von Klassenfahrten. Meistens haben sie dann in Jugendherbergen gewohnt. Alle Besucher von Jugendherbergen haben 2009 richtig was zu feiern. Die Jugendherbergen gibt es da nämlich genau seit 100 Jahren!

     

    Wie alles begann

    Die Idee hatte ein Lehrer aus dem heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Als er mit seiner Klasse eine Wanderung machte, wurde er von einem Gewitter überrascht. Doch sie hatten Glück: In einer Dorfschule fanden sie einen trockenen Unterschlupf. Eigentlich wäre es gut, wenn es solche Unterkünfte an mehreren Orte gäbe, dachte sich der Lehrer. Sie sollten preiswert sein und speziell für junge Wanderer. Gedacht, getan!
    Kurz darauf eröffnete die erste Herberge für die Jugend. Mit der Zeit wurden es immer mehr, auch außerhalb von Deutschland in vielen anderen Ländern. In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 550 Jugendherbergen.

     

    Nicht nur Schulklassen

    Aber nicht nur Wanderer oder Schulklassen übernachten in diesen Herbergen. Auch viele Familien verbringen dort ihre Ferien. Schließlich hat sich in den 100 Jahren so einiges getan: Inzwischen gibt es richtige Luxusherbergen, zum Beispiel mit Swimmigpool. In dem Land Schweden wurde sogar ein Flugzeug entsprechend umgebaut. Jugendherbergen sind also alles andere als muffig und veraltet.

    Alemán A2 EOI País Vasco. Boris’ Söhne lernten ihre Schwester kennen

    Boris Becker Familie
    Zum 1. Mal spricht unser Tennisheld über seine Groß-Familie

    Wir sehen einen Bilderbogen voller Liebe, Glück und Zärtlichkeit. Der Mann im Mittelpunkt ist Boris Becker (38). In seinem früheren Leben als Nummer eins der Tennis-Welt ein Einzel-Spieler. In seinem heutigen Leben als Familien-Vorstand ein Team-Player.

    Boris, der Super-Daddy. Er hat immer gesagt: „Ich habe viele Schwächen, aber auch ein paar Stärken. Und dazu gehört ganz klar die Vater-Rolle.“
    Zum ersten Mal hat sich jetzt die kunterbunte Becker-Familie unter einem Dach getroffen. „Weil es mir wichtig war, daß meine Söhne endlich ihre Schwester kennenlernen.“
    Die Söhne sind Noah (11) und Elias (6) aus Boris‘ Ehe mit Barbara (38). Sie leben seit fünf Jahren in Miami (Florida). Die Tochter ist Anna (5), die mit ihrer Mutter Angela Ermakova (37) in London zuhause ist.
    Und dann gibt es da ja seit ein paar Wochen auch noch Lilly (29). Boris‘ neue Freundin. Auch sie gehört jetzt sozusagen mit zur Familie. Schmust zärtlich in der Öffentlichkeit mit Boris. Nimmt die süße Anna an die Hand. Obwohl sie die Kleine auch erst jetzt in Miami gerade kennen gelernt hat. Boris aber hat seinen Freunden verraten: „Kinder lassen sich nichts vormachen. Sie spüren schnell, ob ein Mensch ihnen nur etwas vorspielt oder wirklich liebevoll ist.“
    Und so kam es, nach über einem Jahr Planung und Gesprächen mit allen Beteiligten, jetzt in Miami zum freundlichen Showdown.
    „Natürlich haben sich die drei Kinder zunächst nur erstaunt angeguckt“, erzählte Boris später. „Aber dann ist Noah gleich in seiner Rolle als großer Bruder aufgegangen und hat Anna und Elias eingefangen.“
    Was dann folgte, war, so berichtete Boris, „wie in jeder anderen Familie auch.“ Es wurde zusammen gegessen, gespielt, getobt, gelacht. Eine ganze Woche lang.

    Gestern abend flog Anna heim nach London. Zurück blieb die Hoffnung, daß die Patchwork-Familie noch enger zusammenwächst.
    Von ROLF HAUSCHILD

    Paare in getrennten betten - Alemán B1 EOI Canarias

    Online-Übungen für Deutsch als Fremdsprache

    Getrennte Schlafzimmer als Zeichen einer ermüdeten Beziehung?

     

    EOI alemán B1 - Paare in getrennten betten
    Neulich war ich bei einem Abendessen mit Freunden. Die Frage "Schlaft ihr eigentlich noch in einem Bett?" kam dort ungefähr so an, als hätte man sich nach deren letzten „One-Night-Stand“ (=einmalige außereheliche Beziehung) erkundigt.
    Die Schlafzimmerfrage scheint also einiges über unser Verständnis von Liebe zu erzählen; als seien unsere Schlafgewohnheiten so etwas wie ein Spiegel der Beziehung. Nach dem Motto: Nur wer besonders dicht aneinandergekuschelt die Nacht verbringt, kann sich besonders lieb haben. Für viele folgt getrennten Schlafzimmern bald die sichere Scheidung.
    Nun kennt die nächtliche Innigkeit viele Nuancen. Das beginnt mit Alltäglichkeiten wie mit der Entscheidung für oder gegen einen Schlafanzug. Oder der Bettzeugfrage. Die Deutschen scheinen zum Beispiel ihr Federbett so ungern zu teilen wie ihr Kopfkissen. Jeder schläft am liebsten für sich allein unter der warmen Decke.
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