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Lesen: Buch oder Internet? - PAU 2015 Madrid alemán

Lesen: Buch oder Internet?
Im  Laufe  des  letzten  Jahres  war viel  von  der  mangelnden Lesekompetenz der österreichischen SchülerInnen  die  Rede.  Daher wurde  auch  in  den  Medien  viel  zu  diesem Thema  geschrieben.
Das Ergebnis: Jugendliche lesen nicht schlechter, sondern anders.
Befunde zur  Lesekompetenz  und Lesebereitschaft,  Lesearten  und Lesegewohnheiten  sind  im Umbruch.  Lesen  gilt  heute  als Basistechnik  in  der Multimediagesellschaft,  die Bedeutung  des Lesens  wächst  im  Zeitalter  der  neuen  Medien.  Die  Lesezeit  für  Bücher  und Zeitungen  sinkt (zwar nicht dramatisch, aber doch deutlich). Dafür steigt aber die Lesezeit in den neuen Medien: Jugendliche  lesen  Texte  im  Internet;  sie  surfen,  chatten,  e-mailen  und  downloaden.  Aber auch Medien  wie  CD-ROMs,  Computerspiele  (samt  Gebrauchsanweisung),  das  Handy  (SMS)  oder CD-Covers  erfordern  Lesekompetenz  und  werden  gelesen.  Hypertext  lesen  stellt  sogar  höhere Anforderungen  an  die  Lesefähigkeit  als  das  traditionelle  lineare  Lesen  (reine  Schrifttexte Buchstabe  für  Buchstabe,  von  links  oben  nach  rechts  unten),  das  im  Alltag  immer  weniger wichtig  wird.  Anstelle  dessen  tritt  multimediales,  mehrkanaliges  Lesen:  Text,  Bild,  Logo,  Ton, Grafik,  Filmelemente treten kombiniert auf und müssen gleichzeitig erfasst und gelesen werden;  Texte werden –etwa im Internet– nicht mehr kontinuierlich dargeboten, sondern müssen durch Links als Hypertext vom Leser selbst zusammengestellt werden. Aber Eins zeichnet sich klar ab: Lesen in Zukunft heißt nicht „Buch oder Internet“, sondern „Buch und Internet“.
Die  Jugendlichen  sind  auf  die  Herausforderungen  dieses  neuen  Lesezeitalters  generell  gut vorbereitet,  Lesekompetenz  und  Lesebereitschaft  sind  besser  als  oft  in  Vorurteilen  behauptet.
Die  heutige Jugend liest nicht schlechter als frühere Generationen, auch  nicht  weniger, sie  liest anders.

Sebastian übt Tanzen - PAU Madrid 2014

Sebastian übt Tanzen
Sebastian Grundler ist 20 Jahre alt. Er studiert an der Heinz-Bosl-Stiftung in München Ballett: "Ich weiß, es klingt blöd, so etwas mit zwanzig zu sagen, aber: Je älter man wird, desto härter wird es für einen Tänzer. Über Weihnachten zum Beispiel habe ich eine Woche nicht trainiert - mein Körper hat mich sofort bestraft. Er hat danach viel mehr weh getan und Muskelkater hatte ich auch. Deshalb mache ich nur selten längere Pausen. Wenn ich Schule habe, trainiere ich sowieso täglich. Und in den Ferien versuche ich, mich alleine in Form zu halten. Ich schaue dann fern während ich Bauchmuskelübungen mache. Das ist ziemlich gut. Im Training muss man absolut konzentriert sein. Natürlich gibt es Tage, an denen ich keine Lust habe, aber eigentlich vergesse ich das, sobald ich im Saal stehe. Als ich acht Jahre alt war, kam meine Mutter auf die Idee, mich zum Ballett zu schicken. Meine große Schwester hat Ballett gemacht, ich aber fand damals, das sei nur etwas für Mädchen. Mit zwölf habe ich das dann anders gesehen. Seither tanze ich. Ich habe auf viele Sachen verzichtet. Ich habe kaum Zeit für Freunde oder zum Ausgehen. Jeden Tag fangen wir zuerst mit kleinen Bewegungen an, zum Beispiel die Füße am Boden bewegen. Dann werden die Bewegungen größer und schneller. Nach einer halben Stunde verlässt man die Stange und geht in die Mitte. Erst ganz zuletzt, wenn man richtig warm ist, kommen die Sprünge dran. Es ist sehr hart, aber es gefällt mir sehr.”

Tokio Hotel

Tokio Hotel
Ihr Stil ist außergewöhnlich, ihre Musik authentisch. Intelligente Texte, keine idiotischen Anekdoten, ein energiegeladener, mystischer und moderner Rocksound. TOKIO HOTEL hat sensationellen Erfolg. Und macht wunderbare Live Konzerte. „Wir sind live und wir können spielen und wollen das auch, mehr als alles andere. Denn so hat alles begonnen, auf einer Bühne!“ erklärt Sänger Bill. Mit vielen Live Shows eroberten TOKIO HOTEL im Sommer 2005 das Publikum im ganzen Land und spielten als Abschluss der Festival Saison vor 75.000 Zuschauern.
TOKIO HOTEL leben ihre Musik. Musik machen gehört bereits seit vielen Jahren zu ihrem Leben. Bill (16) singt und schreibt Texte seit seinem 9. Lebensjahr. Sein Zwillingsbruder Tom (16) spielt seit sechs Jahren Gitarre und wurde wie sein Bruder vom Stiefvater musikalisch gefördert. Die Zwillinge haben zusammen die Liebe zur Musik entdeckt und gingen seitdem den Weg gemeinsam. Auch wenn Bill durch seine Leidenschaft für Gesang und Texte vorne steht, stärkt ihm sein Bruder Tom auf der Bühne den Rücken. Im Alter von zehn Jahren begannen beide Unterricht zu nehmen und an ihren Talenten zu arbeiten. Nur zwei Jahre später, 2001, trafen Bill und Tom bei einem Auftritt in ihrer Heimatstadt Magdeburg mit dem Bassisten Georg (18) und dem Schlagzeuger Gustav (17) zusammen. Sie gründeten TOKIO HOTEL und begannen sofort, an Songs zu arbeiten. Nur ein halbes Jahr nach der Gründung spielten TOKIO HOTEL ihre ersten Konzerte. „Wir waren fast jedes Wochenende auf der Bühne, haben viel gespielt und so erste Live-Erfahrungen als Band gesammelt“, erzählt Bill von den gemeinsamen Anfängen. Das Publikum war begeistert von ihren Shows. Es dauerte nicht lange, bis die Musikindustrie auf sie aufmerksam wurde. Vor zwei Jahren begannen TOKIO HOTEL zusammen mit einem Produzenten- und Songwriterteam aus Hamburg, ihre Musik auf professionelle Wege zu führen. „Wir konnten gar nicht glauben, dass es so schnell gehen würde. Ich meine, Magdeburg ist halt eine kleine Stadt, da scheint so was, so eine Möglichkeit, einfach weit weg. Wir haben uns direkt wohl gefühlt im Studio. Als die erste Aufregung gelegt war, haben wir alles daran gesetzt, haben hart gearbeitet und waren jede freie Minute, unsere kompletten Ferien mit dem Team im Studio. Wir haben sehr viel gelernt in dieser Zeit und sind als Band und als Freunde noch enger zusammengewachsen.“
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