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Textauszug aus dem Tagebuch der Anne Frank - Alemán B2 EOI Andalucía

Tagebuch der Anne Frank
A Samstag, 20. Juni 1942
Liebe Kitty!
Zuerst will ich meine Lebensgeschichte erzählen.
Als meine Eltern heirateten, war mein Vater 36, meine Mutter 25 Jahre alt. Meine Schwester Margot ist im Jahre 1926 in Frankfurt am Main geboren.
Am 12. Juni 1929 bin ich dort geboren. Da wir Juden sind, emigrierten wir im Jahre 1933 nach Holland. Dort wurde mein Vater Direktor der Firma Travis A.-G. Die Travis A.-G. arbeitete eng mit der Firma Kolen u. Co. in demselben Gebäude zusammen.
Unsere Familienmitglieder, die in Deutschland zurückgeblieben waren, wurden von den Hitler-Faschisten verfolgt. 1938 flüchteten die beiden Brüder meiner Mutter nach Amerika. Meine Großmutter kam zu uns. Sie war damals 73 Jahre alt. Nach 1940 kamen für uns schlechtere Zeiten.
Erst kam der Krieg, dann zogen die Deutschen in Holland ein. Sie erließen immer neue Gesetze und für die Juden wurde es besonders schlimm. Sie mussten den Stern an der Kleidung tragen, sie mussten ihre Fahrräder abgeben, sie durften nicht mehr mit der Straßenbahn fahren, mit dem Auto schon gar nicht. Juden durften nur von 3 bis 5 Uhr einkaufen....
Anne

B Sonntag, 11. Juli 1943
Liebe Kitty!
Ich bin in der letzten Zeit sehr kurzsichtig geworden und brauche eine Brille (dann sehe ich bestimmt wie eine Eule aus). (...) Mutter wollte mich zum Augenarzt schicken.
Mir war richtig schwindlig: Auf die Straße! Zuerst hatte ich richtige Angst, doch dann freute ich mich. Aber so einfach ist das nicht. Alle Gefahren und Schwierigkeiten mussten überlegt werden. Ich bin neugierig, ob ich noch zum Doktor gehen soll. Ich glaube es nicht ...
Miep schleppt sich für uns ab, sie ist ein richtiger Packesel! Fast täglich kauft sie irgendwo Gemüse und bringt es in großen Einkaufstaschen auf ihrem Fahrrad zu uns. An jedem Sonnabend bringt sie auch immer fünf neue Bibliotheksbücher mit. Deshalb freuen wir uns schon immer auf den Sonnabend. Andere Menschen wissen gar nicht, wie wichtig Bücher für uns Eingeschlossene sind.
Anne

C Freitag, 23. Juli 1943
Liebe Kitty!
Heute will ich Dir erzählen, was jeder zuerst machen will, wenn wir wieder frei sind.
Margot und Herr van Daan wünschen sich zuerst ein heißes Bad. Die Wanne soll bis oben voll Wasser sein und mindestens eine halbe Stunde wollen sie in der Wanne liegen. Frau van Daan will am liebsten gleich in eine Konditorei gehen und viel Torte essen. Herr Dussel freut sich auf das Wiedersehen mit seiner Frau, Mutter will so gerne eine Tasse Kaffee trinken. Vater besucht zuerst Herrn Vossen, Peter geht gleich in die Stadt ins Kino. Und ich??? Ich würde vor Freude gar nicht wissen, was ich zuerst machen soll.
Am meisten wünsche ich mir, dass wir wieder in der eigenen Wohnung sind. Dort können wir dann tun und lassen, was wir wollen.
Anne

D Dienstag, 6. Juni 1944
Liebe Kitty!
Die Invasion hat begonnen. Morgens um 8 Uhr sagte das englische Radio: Bombenabwürfe auf Calais, Boulogne, Le Havre und Cherbourg.
Englische Radiosendung mittags 1 Uhr: 11 000 Flugzeuge stehen bereit und fliegen unaufhörlich hin und her, um Truppen zu bringen und Bomben abzuwerfen. 4 000 Landungsfahrzeuge und kleine Schiffe bringen zwischen Cherbourg und Le Havre Truppen und Material an Land. Englische und amerikanische Truppen kämpfen gegen die Deutschen. Soll denn nun wirklich die langersehnte Befreiung kommen? Wird uns das Jahr 1944 den Sieg bringen? Wir wissen es noch nicht, aber die Hoffnung belebt uns, gibt uns wieder Mut, macht uns wieder stark.
Ich bin sehr vergnügt – vielleicht sitze ich im Oktober wieder auf der Schulbank. Aber ich will nicht voreilig sein.
Anne

Fuente: Anne Frank Tagebuch. Fassung von Otto H. Frank und Mirjam Pressler. 
Aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler. 
Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuchverlag 1992.

Astrid Lindgren - Alemán B1 EOI Aragón

Astrid Lindgren und Pippy Langstrumpf
Astrid Lindgren gehört zu den bekanntesten Kinderbuchautoren der Welt und würde dieses Jahr ihren 100. Geburtstag feiern. Die Abenteuer von Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga oder den Kindern aus Bullerbü sind nur ein kleiner Teil ihrer Geschichten, die sie erfunden hat. Am 14. November ist es genau 100 Jahre her, dass Astrid Lindgren geboren wurde.

Gelebt wie die Kinder aus Bullerbü

Astrid Anna Emilia Ericsson kam auf dem Hof Näs in der Nähe des schwedischen Orts Vimmerby zur Welt und wuchs dort mit ihren drei Geschwistern Gunnar, Stina und Ingegerd auf. Sie hatte eine tolle Kindheit. Dadurch wurden auch die vielen Geschichten beeinflusst, die sie erfunden hat. Genauso wie die Kinder aus Bullerbü wohnte Astrid Lindgren auf dem Land, umgeben von grünen Wiesen und Tieren.

Astrid Lindgren hat sich ihr ganzes Leben sehr für den Umweltschutz eingesetzt. Zu ihrem 80. Geburtstag bekam sie von einem schwedischen Minister sogar ein "Tierschutzgesetz" geschenkt. Sie hatte erreicht, dass sich die Menschen besser um die Tiere und deren Haltung kümmern. Im Jahr 2002 ist Astrid Lindgren im Alter von 94 Jahren in Stockholm gestorben.

 

Große Feiern zum Geburtstag

Seit diesem Zeitpunkt verleiht die schwedische Regierung jedes Jahr den Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis. Das ist die größte Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur auf der ganzen Welt. Zum 100. Geburtstag wird in vielen Ländern das Astrid-Lindgren-Jahr gefeiert. Es werden in Buchhandlungen und im Radio Lesefeste und Radionächte veranstaltet und die schönsten Filme im Fernsehen gezeigt. In Deutschland gibt es sogar eine Sonderbriefmarke.

Alexander von Humboldt – Der Vermesser der Welt . Alemán B2 EOI Aragón

Alexander von Humboldt – Der Vermesser der WeltAlexander von Humboldt war ein Universalgenie. Sein Denken war grenzenlos. Aber er war auch Lebemann, der die Geselligkeit in den Salons liebte. Sein Bruder Wilhelm warf ihm einmal vor, zu sehr pariserisch zu werden.

Alexander von Humboldt konnte so ziemlich alles. Er war kein Spezialist, sondern in den meisten naturwissenschaftlichen Disziplinen zu Hause. Er genießt, wie sein zwei Jahre älterer Bruder Wilhelm, eine hervorragende Ausbildung. Dafür investiert seine Mutter sehr viel Geld. Die besten Hauslehrer werden engagiert, alle folgen dem aufklärerischen Gedanken dieser Zeit. Der Mensch soll sein Leben und Denken selbst bestimmen und sich nicht an Zwängen der Obrigkeit orientie-ren. So wächst Alexander auf. Saugt alles, was ihn interessiert, wie ein Schwamm auf. Studiert Staatswirtschaftslehre, Altertumswissenschaften und Medizin, Physik, Mathematik, Botanik.

Vermessung der Erde Alexander von Humboldt interessiert als Naturforscher weniger das Detail als vielmehr die Frage, wie das Ganze, das gesamte Ökosystem Erde funktioniert. Doch dafür muss er die Details kennen und verstehen. Die Bedeutung der Astronomie, der Geologie, Mineralogie, Klima-forschung oder der Ozeanographie. Dass er dafür nicht in Berlin bleiben kann, weiß Humboldt schon recht früh. Er knüpft Kontakte zu Wissenschaftlern, die die Welt bereisen. Georg Forster ist einer von ihnen. Mit ihm unternimmt Humboldt seine erste Expedition. Von Mainz geht es über den Niederrhein nach England. Und diese kleinere Forschungsreise weckt in ihm den großen Wunsch, die Welt zu erobern, sagt der Humboldt-Biograph Manfred Geier. „Das Schlüssel-erlebnis findet statt, als er mit Georg Forster, dem Weltreisenden das Meer sieht. Und dieses Meer lockt ihn in die Ferne.”
Raus in die Welt Als seine Mutter 1796 stirbt – Alexander ist 27 Jahre alt – erbt er ein großes Vermögen. Damit kann er sich den Traum, die Welt zu bereisen, endlich erfüllen. Er quittiert sofort den Staatsdienst und bereitet sich drei Jahre lang auf seine große Forschungsreise nach Amerika vor. Sein Begleiter ist der Botaniker Aimé Bonpland. 1799 starten sie ihre „Vermessung der Welt”. Mit an Bord die modernsten Instrumente, die es zu dieser Zeit gibt: unter anderem Sextanten, Teles-kope, diverse Fernrohre, eine Längenuhr, ein Hyetometer, Elektrometer, Hygrometer, Barometer und verschiedene Thermometer.

In einem Brief schreibt er: „Ich werde Pflanzen sammeln, mit vortrefflichen Instrumenten astrono-mische Beobachtungen machen können (...). Das alles ist aber nicht Hauptzweck meiner Reise. Auf das Zusammenwirken der Kräfte, den Einfluss der unbelebten Schöpfung auf die belebte Tier- und Pflanzenwelt, auf diese Harmonie sollen stets meine Augen gerichtet sein!”

Expedition Amerika Von Spanien aus geht es über die Kanarischen Inseln nach Kolumbien, Ecuador, Mexiko, Kuba, Venezuela und Peru. Er durchwandert die Anden, Monate lang, tausende von Kilometern. Ein Höhepunkt, sagt Manfred Geier, sei der 20. Juni 1802 gewesen, als er den Vulkan Chimborazo besteigt, der damals als der höchste Berg der Welt galt. „Er war zusammen mit seinen Begleitern fast oben. Es kam ihm schon das Blut aus den Augen, er war über 6000 Meter hoch, bevor er an eine Spalte kam, 70 Meter breit und 170 Meter tief, über die sie nicht hinweggekommen sind.” Alexander von Humboldt und sein Begleiter Bonpland geraten mehrere Male in Lebensgefahr. Doch eine von Humboldts Maximen lautet: „Selbst erleben, selbst erleiden”. Dazu gehören auch die ein oder anderen skurrilen wissenschaftlichen Selbstversuche. Für seine „Versuche über die gereizte Muskel- und Nervenfaser” fügt er sich Wunden zu und bringt sie mit allerlei giftigem Zeug, wie Zink oder Silber in Berührung.

Humboldt wird zum Wissenschafts-Star Am 3. August 1804 betreten Humboldt und Bonplan wieder europäischen Boden. Sie landen in Frankreich und werden frenetisch gefeiert. Humboldt entscheidet sich, erst einmal in Paris zu bleiben, das preußische Berlin lockt ihn nicht. Sein Bruder Wilhelm ermahnt ihn schließlich, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Das tut Alexander - wohl auch, weil das Geld knapp wird. Das preußische Königshaus bietet ihm die zu nichts verpflichtende aber gut bezahlte Stelle des königlichen Kammerherrn an, zum außerordentlichen Mitglied der Akademie der Wissen-schaften wurde er bereits während seiner Amerika-Reise ernannt. Auch in Berlin ist Alexander von Humboldt bis zu seinem Tod ein Star der Gesellschaft. Er wird gefeiert und verehrt wie ein Popstar. Humboldt verbringt den Rest seines Lebens damit, die unzähligen Pflanzen, Tiere, Fossilien, Steine und die Berge von Daten und Aufzeichnungen auszuwerten, die er aus Amerika mitgebracht hat. Sein berühmtes, mehrbändiges Werk „Der Kosmos” wurde schon kurz nach Erscheinen zum Bestseller. Alexander von Humboldt stirbt 90-jährig am 6. Mai 1859 in Berlin.
© DW 

Familien - PAU Cataluña 2013

Urgroßmutter Emma heiratete schon mit 17 Jahren, bekam mit 18 ihr erstes Kind und hatte mit 32 schon sieben Kinder. „Haushalt und Kinder, das war ganz allein meine Aufgabe. Mein Mann hat sich darum nie gekümmert. Aber trotzdem war er der Herr im Haus“, sagt sie.
„Mein Vater war sehr streng, wir Kinder haben ihn mehr gefürchtet als geliebt“, sagt ihre Tochter Magdalene. Auch sie heiratete ziemlich früh und hatte fünf Kinder.
Elisabeth ist ihr zweites Kind: „Ich habe nur gute Erinnerungen an meine Kindheit. Meine Eltern waren zwar oft streng, aber es gab nie Schläge oder Ohrfeigen.“ Sie machte das Abitur und wurde Fremdsprachensekretärin. Heute, zwei Jahre nach der Scheidung von ihrem Mann, arbeitet sie wieder. Aber es ist nicht leicht für sie, allein und unabhängig zu leben. Ihre Tochter Sabine kann das nur schwer verstehen. Sie hat einen Sohn, Kevin. „Kevins Vater und ich leben zusammen, aber wir wollen nicht heiraten. Ich verdiene mein eigenes Geld und wir teilen uns die Arbeit im Haushalt.
Wir sind auch eine Familie, aber eben etwas anders als früher!“ Und Kevin? Er findet es gut, dass er so viele Omas hat!
Sabines Freundin Corinna hat eine sehr originelle Familie. Corinna dachte, dass eine Scheidung nicht das Ende ihrer Familie sein durfte. Jetzt lebt sie mit ihrer Großfamilie, und das ist eine ganz besondere Familie: zu ihr gehören ihre beiden Ex-Männer und die neue Freundin von Corinnas erstem Mann, die Kinder von Corinnas zwei ersten Ehen sowie auch ihr dritter Mann und die zwei Kinder, die sie mit ihm hat. „Warum soll ich den Kindern die Väter nehmen, die ich doch mal geliebt habe?“ fragt die dreißigjährige Schauspielerin Corinna. Wenn sie zum Filmen muss, kümmern sich die Väter um die Kinder.
Aber es gibt auch viele Menschen, die auf eine Familie verzichten. Die Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen allein leben. Im Jahre 1900 waren es sieben Prozent, heute sind es fünfmal so viele. Das sind zum größten Teil alte Menschen und Singles. Aber auch viele berufstätigen jungen Menschen wollen nicht mehr als Kinder bei den Eltern wohnen.

Die Stadt Freiburg und die Straßenmusik

Ist die Stadt Freiburg das Mekka der Straβenmusikanten? Im Frühling sah es so aus. Aber jetzt im Winter ist die Situation etwas ruhiger.
Im Frühling sah man an allen Ecken und Enden der Stadt Musikanten: Späthippies, 12-Mann-Big-Bands aus dem peruanischen Hochgebirge und klassisch ausgebildete Konservatoriumsstudenten teilten sich die Straβen und Gassen der Altstadt.
Das Brot der Straβenmusikanten ist meistens hart verdient. Während des Nachmittags und Abends singt ein Trio aus Ecuador nacheinander in allen Cafés der Fußgängerzone. Sie fangen auf dem Münsterplatz an und singen dann in allen anderen Cafés. Die drei Musiker aus Ecuador sind drei Brüder, sie waren in Amsterdam und sind dann über Deutschland in die Schweiz gefahren. Jetzt sind sie wieder in Deutschland, in Freiburg, und hoffen, andere Ecuatorianer zu treffen und eine grössere Band machen zu können. Mit dieser Band möchten sie weiterreisen.
Das verdiente Geld reicht gerade aus, um zu leben, sagen sie. Aber nicht mehr.
Doch nicht alle Musikanten kommen von so weit her: ein junger Mann aus Bern spielt Violine am Bahnhof. Er sagt, dass er versucht hat, in der Fuβgängerzone zu spielen, es aber nicht funktioniert hat. Warum? Sein Instrument ist zu leise: eine Violine hört man nicht, wenn viele Menschen herumlaufen und wenn auch andere Musiker spielen. Er hat nur wenige Münzen bekommen, deshalb versucht er es jetzt am Bahnhof, wo auch viele Menschen aber keine anderen Musiker sind. „Ich glaube, es ist das erste und letzte Mal, dass ich das probiere“, sagt er ein wenig frustriert.
Die Freiburger finden, dass es zu viele Straβenmusikanten gibt. Deshalb hat die Stadt jetzt die Straβenmusik streng reglementiert.
Wie ist die Straβenmusik reglementiert?
Musik und auch alle anderen künstlerischen Aktivitäten auf der Straβe müssen von der Polizei autorisiert werden, die Autorisierung kostet nichts.
Die Musiker dürfen unter der Woche von 11 bis 12.30 und von 16.30 bis 21 Uhr auf den Straβen spielen, am Samstag von 9 bis 21 Uhr und am Sonntag von 11 bis 20 Uhr. Straβenmusik ist nur in der
Fuβgängerzone erlaubt, und die Fuβgängerzone ist in vier Sektoren aufgeteilt. Die Künstler dürfen nicht länger als eine halbe Stunde in einer Zone sein, dann müssen sie in eine andere Zone gehen.
Am selben Tag darf in einer Zone nur einmal musiziert werden. Lautsprecher sind verboten und die Füβgänger dürfen nicht behindert werden. Straβenmusiker haben wirklich ein hartes Leben.

Tokio Hotel

Tokio Hotel
Ihr Stil ist außergewöhnlich, ihre Musik authentisch. Intelligente Texte, keine idiotischen Anekdoten, ein energiegeladener, mystischer und moderner Rocksound. TOKIO HOTEL hat sensationellen Erfolg. Und macht wunderbare Live Konzerte. „Wir sind live und wir können spielen und wollen das auch, mehr als alles andere. Denn so hat alles begonnen, auf einer Bühne!“ erklärt Sänger Bill. Mit vielen Live Shows eroberten TOKIO HOTEL im Sommer 2005 das Publikum im ganzen Land und spielten als Abschluss der Festival Saison vor 75.000 Zuschauern.
TOKIO HOTEL leben ihre Musik. Musik machen gehört bereits seit vielen Jahren zu ihrem Leben. Bill (16) singt und schreibt Texte seit seinem 9. Lebensjahr. Sein Zwillingsbruder Tom (16) spielt seit sechs Jahren Gitarre und wurde wie sein Bruder vom Stiefvater musikalisch gefördert. Die Zwillinge haben zusammen die Liebe zur Musik entdeckt und gingen seitdem den Weg gemeinsam. Auch wenn Bill durch seine Leidenschaft für Gesang und Texte vorne steht, stärkt ihm sein Bruder Tom auf der Bühne den Rücken. Im Alter von zehn Jahren begannen beide Unterricht zu nehmen und an ihren Talenten zu arbeiten. Nur zwei Jahre später, 2001, trafen Bill und Tom bei einem Auftritt in ihrer Heimatstadt Magdeburg mit dem Bassisten Georg (18) und dem Schlagzeuger Gustav (17) zusammen. Sie gründeten TOKIO HOTEL und begannen sofort, an Songs zu arbeiten. Nur ein halbes Jahr nach der Gründung spielten TOKIO HOTEL ihre ersten Konzerte. „Wir waren fast jedes Wochenende auf der Bühne, haben viel gespielt und so erste Live-Erfahrungen als Band gesammelt“, erzählt Bill von den gemeinsamen Anfängen. Das Publikum war begeistert von ihren Shows. Es dauerte nicht lange, bis die Musikindustrie auf sie aufmerksam wurde. Vor zwei Jahren begannen TOKIO HOTEL zusammen mit einem Produzenten- und Songwriterteam aus Hamburg, ihre Musik auf professionelle Wege zu führen. „Wir konnten gar nicht glauben, dass es so schnell gehen würde. Ich meine, Magdeburg ist halt eine kleine Stadt, da scheint so was, so eine Möglichkeit, einfach weit weg. Wir haben uns direkt wohl gefühlt im Studio. Als die erste Aufregung gelegt war, haben wir alles daran gesetzt, haben hart gearbeitet und waren jede freie Minute, unsere kompletten Ferien mit dem Team im Studio. Wir haben sehr viel gelernt in dieser Zeit und sind als Band und als Freunde noch enger zusammengewachsen.“

Der Rattenfänger von Hameln

Der Rattenfänger von Hameln
Es gibt in allen Kulturen Legenden. Die Legende vom Rattenfänger von Hameln ist eine nicht nur in Deutschland bekannte Legende. Sie ist auch in vielen Märchenbüchern dokumentiert und wird den Kindern erzählt.
Um das Jahr 1280 kam ein Spielmann nach Hameln, eine Stadt im Norden Deutschlands am Ufer der Weser. Einen Spielmann nannte man im Mittelalter einen Mann, der von einem Dorf oder einer Stadt in die andere wanderte und Musik spielen konnte, er spielte zum Tanz auf oder machte Musik zu Festen.
In Hameln gab es viele Mäuse und Ratten, und der Spielmann, der gut Flöte spielte und viele magische Künste kannte, machte ein Angebot: Er würde die Stadt von Ratten und Mäusen befreien, wenn man ihn gut bezahlte. Die Ratsherren waren einverstanden, sie versprachen einen guten Lohn, wenn er die Stadt von den Ratten und Mäusen befreite. Nun ging der Spielmann durch alle Straβen und Gassen und spielte auf seiner Flöte. Da kamen die Ratten und Mäuse aus allen Häusern und liefen hinter ihm her. Der Spielmann ging aus der Stadt heraus, ging bis an den Fluss und wanderte dann in den Fluss hinein. Die Ratten und Mäuse gingen hinter ihm her, fielen in den Fluss und ertranken. Die Ratsherren waren sehr zufrieden, aber sie gaben dem Spielmann nur die Hälfte des versprochenen Geldes. Der Spielmann ärgerte sich sehr und ging dann sehr böse aus der Stadt, die ihn so schlecht behandelt hatte.
Einige Monate später, so erzählt die Legende, kam ein Jäger nach Hameln. Auch er nahm eine Flöte aus der Tasche. Er spielte die Flöte und ging durch alle Straβen und Gassen der Stadt. Jetzt liefen alle Kinder aus den Häusern. Sie liefen alle hinter ihm her. Er ging durch die ganze Stadt bis zum Tor und dann wanderte er aus der Stadt. Er wanderte nun auf dem Weg, der bis zu einem Berg führte, der Berg wird der Koppelberg genannt. Die Kinder gingen alle hinter ihm her. So stiegen sie alle zusammen auf den Berg, und als sie oben waren, öffnete sich der Berg und der Jäger und die Kinder gingen hinein. Dann schloss sich der Berg, und niemand hat den Jäger und die Kinder wieder gesehen. Die Eltern und die Ratsherren kamen und riefen, sie versuchten Löcher zu graben, sie bewegten Steine und Felsen, sie suchten Höhlen, aber sie konnten nichts machen und niemanden finden. Da wussten die traurigen Eltern und die Ratsherren: Das war die Rache des Spielmanns.
Überall im Lande kennt man heute die Geschichte von dem „Rattenfänger von Hameln“.

Wissenschaftsmeldungen - Alemán B2 EOI Aragón

Japanische Forscher haben durchsichtige Frösche gezüchtet, um Krankheiten wie Krebs am lebenden Objekt studieren zu können. Die Frösche seien die ersten ihrer Art, sagte Professor Masayuki Sumida von der Universität Hiroshima am Mittwoch. Bislang gebe es keine transparenten vierbeinigen Lebewesen. Die Wissenschaftler züchteten die Tiere demnach aus gewöhnlichen japanischen Braunfröschen. „Da sie während ihres ganzen Lebens transparent bleiben, können die Organe desselben Frosches durchgehend beobachtet werden“, sagte Sumida. So müssten sie die Frösche nicht sezieren und könnten zum Beispiel die Wirkung bestimmter Chemikalien an einem Frosch über längere Zeiträume beobachten. Die Wissenschaftler planen demnach, ein Patent für den durchsichtigen Frosch zu beantragen. Bislang gelinge die Zucht aber nur in einem von 16 Fällen und die folgende Generation habe die Eigenschaft wieder verloren, sagte Sumida. © WELT ONLINE

Welche politische Einstellung wir haben, ist im Gehirn messbar. Eine US-Studie zeigt, dass bei liberal eingestellten Menschen bestimmte Teile des Gehirns wesentlich aktiver sind als bei Konservativen. Die betreffende Hirnregion ist eigentlich für die Konfliktbewältigung zuständig. In Reaktionstests stellten die liberalen Versuchskandidaten sich wesentlich schneller auf wechselnde Situationen ein. Wissenschaftler der Universität von New York sehen politische Klischees durch Ihre Studie bestätigt: Wer liberal denkt, kann sich leichter auf Neues einstellen. Konservative halten dagegen eher an Bekanntem fest. Schon im Kindesalter lassen sich Hirnströme messen, die zeigen, wie schnell wir reagieren. Folgt man der amerikanischen Studie, ist die politische Einstellung damit schon früh festgelegt. Für die Forscher würde das auch erklären, warum die politische Einstellung sich im Laufe des Lebens gar nicht oder nur geringfügig ändert. © Mens Health.de

Die Klimaerwärmung bedroht die Lebensräume vieler Tiere. Aber auch in anderer Hinsicht stellt sie eine Gefahr für das Überleben zahlreicher Tierarten dar. Aufgrund der Klimaerwärmung werden einzelne Tierarten, unter anderem Fische, immer kleiner. Wie Forscher des französischen Instituts für Agrar- und Umweltwissenschaften (Cemagref) in Lyon im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences“ berichten, haben einzelne Fischarten in den vergangenen Jahrzehnten bereits die Hälfte ihres Körpergewichts verloren. Dies ist auch bei den Fischbeständen in Nord- und Ostsee sowie zahlreichen europäischen Flüssen der Fall. Doch Fische sind nicht die einzigen Organismen, die durch die Klimaerwärmung Körperfülle einbüßen: Wie Studienautor Martin Daufresne erklärte, ist „ein allgemeines Schrumpfen aller Organismen in allen Arten von Umwelt“ zu beobachten. Neben Fischen seien beispielsweise auch Bakterien und Plankton kleiner geworden. Britische Forscher hatten jüngst auch die schwindende Größe schottischer Schafe mit der Klimaerwärmung in Zusammenhang gebracht. © FOCUS

Genfer Astronomen haben 32 neue Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Die Zahl der bekannten Exoplaneten stieg damit auf rund 400, wie die Europäische Südsternwarte (ESO) mitteilte. Die Forscher stellten ihre Entdeckungen gleichzeitig bei zwei Fachkonferenzen in Porto und Madrid vor. Möglich wurden die Funde durch ein Messgerät namens HARPS, das von einem internationalen Team um Michel Mayor vom Observatorium der Universität Genf gebaut worden war. HARPS war 2003 auf einem ESO-Teleskop in La Silla in Chile installiert worden. Seitdem wurden damit nicht weniger als 75 der bisher 400 bekannten Exoplaneten entdeckt. Die unerreichte Präzision des Instruments führt vor allem zu einem sprunghaften Anstieg der relativ kleinen Planeten. Insgesamt seien heute 28 Planeten bekannt, die eine Masse von weniger als das 20-Fache der Erde hätten, schreibt die ESO. © Die Presse.com

EOI País Vasco alemán B1 resuelto - Ich will das alles gar nicht wissen

Manchmal wäre man froh, wenn das Hirn eine Festplatte wäre, von der man einiges löschen könnte. Oder sogar vieles…

Stell dir vor, du würdest an Fresssucht leiden. Immer mehr stopfst du in dich hinein, der Bauch wird immer dicker, und der Hunger hört niemals auf. So geht es mir.
Morgens, direkt nachdem ich den Wecker ausschalte, ziehe ich mir den ersten Happen rein, noch im Bett: Facebook erzählt, dass sich Flo von seiner Freundin getrennt hat. Danach in die Küche und Kaffee kochen. Das Radio läuft: Der neue Berliner Flughafen soll später kommen. Beim Frühstück flimmert „Tagesschau 24“ im Livestream. Später müssen Youtube-Videos als Snack zwischendurch herhalten: Ein Affe im Zoo vergewaltigt einen Frosch. Der Tag endet mit den „Tagesthemen“, der neue beginnt mit Facebook.
Ich bin süchtig nach Informationen. Sie sind heutzutage einfach zu beschaffen und günstiger als billig, nämlich kostenlos. Das Problem ist die Qualität. Wie eine schlechte Currywurst liegt sie schwer im Magen. Los wird man den Mist nicht mehr, hartnäckig überlagert er dabei die wichtigen Informationen. An die zuletzt gelernten Französischvokabeln erinnere ich mich nicht, dafür beispielsweise an einen uralten Werbeslogan: „Nichts ist unmöglich“. Daneben grummelt im Magen ein Wikipedia-Artikel über die Starfighter-Affäre – „116 Soldaten verunglückt“ –, auf den ich während einer Recherche zu einem ganz anderen Thema stieß – wie immer...
An der Bushaltestelle, in der Vorlesung, in der Warteschlange an der Kasse – der Alltag lässt erahnen, was die Forscher wissen: Seit 1960 hat sich der tägliche Informationskonsum verdreifacht. Der Durchschnittsdeutsche verbringt monatlich mehr als 24 Stunden im Netz und hockt etwa 112 Stunden vor der Glotze. Ich habe keinen Fernseher, bin dafür aber 150 Stunden online. Damit vermeide ich zwar den TV-Trash, aber vieles auf Facebook, Twitter und Youtube ist auch nicht gehaltvoller. Ich mache jetzt erst einmal eine Diät.

Eine Ausstellung des Goethe-Instituts über die Jugend in Deutschland . Alemán B1 EOI Aragón

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AUSSAGE

Lesen Sie den Text. Ergänzen Sie den Text mit den unten stehenden Wörtern. Für jede korrekte Antwort erhalten Sie einen Punkt.

Jugendkriminalität           erfährt            wofür          gezeigt            in           um        persönlichen


Wie leben Jugendliche  [0] ___in___ Deutschland?
Was ist ihnen wichtig und  [1]________________ engagieren sie sich? Wie sieht ihr Alltag aus und wie gestalten sie ihre Freizeit? Worauf legen sie Wert bei ihren Beziehungen und in Freundschaften? Und wie stellen sie sich ihre Zukunft vor?
[2]_______________diese Fragen geht es in der neuen Wanderausstellung „jung:de“.
Auf 20 großen CD-Scheiben und an interaktiven Musik-, Film- und Internetstationen [3]_________________ der Besucher Wissenswertes über das Leben Jugendlicher in Deutschland, über ihr Lebensgefühl und über ihre Träume. Themen sind Musik, Medien, Familie und Freizeit, aber auch Suchtprobleme, [4]________________ und Armut.
Ein Schwerpunkt: Wie finden sich Kinder von Migrantinnen und Migranten in Deutschland und gleichzeitig in ihren Kulturen und Sprachen zurecht? Jugendliche kommen dabei immer wieder mit ihren  [5]________________ Gedanken und Vorstellungen zu Wort.
Im Internet bekommt man weitere Informationen zur Ausstellung und erfährt, wo sie [6]________________ wird.

 © JUMA

Reisetipps - Alemán B1 EOI Aragón

Salzburg

 Zur Adventszeit lohnt sich eine Reise nach Salzburg ganz besonders. Kaum eine andere Stadt erstrahlt zur Weihnachtszeit in derart festlichem Glanz. Die prächtig geschmückten Christkindlmärkte und die typischen alpenländischen Weihnachtsbräuche sorgen für ein ganz besonderes Flair. Überall duftet es nach frisch gerösteten Mandeln und aromatischem Glühwein. Gleich am Tag Ihrer Ankunft tauchen Sie bei einem Bummel über den Christkindlmarkt in diese einzigartig romantische Atmosphäre ein und genießen wunderschöne Tage in der Mozartstadt.

 

Wien

Ein wahres Mekka der Kunst und Kultur an der Donau. Herrschaftliche Bauten säumen die prachtvollen Boulevards der österreichischen Hauptstadt, und ausgedehnte Parkanlagen umgeben imposante Schlösser, während in den zahlreichen Museen wertvolle Kunstschätze beherbergt sind. In den vergangenen Epochen waren es die Habsburger, die Wien nachhaltig und unverkennbar geprägt haben – mit ihnen begann eine neue Ära. Als Residenzstadt erlebte die Stadt dabei einen beispiellosen Aufschwung, der in den zahlreichen imperialen Prachtbauten aus der Barockzeit verewigt wurde. Berühmt ist Wien für seine klassischen Kaffeehäuser, die vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts Treffpunkt der wichtigsten Intellektuellen und Künstler der Zeit waren. Es war zu keiner Zeit leicht, dem besonderen Flair der Donaumetropole zu entkommen – überzeugen Sie sich selbst! 

Bremen

Das kleinste Bundesland Deutschlands und zugleich das pulsierende Herz im Nordwesten. Der bezaubernde Charme der mittelalterlichen Altstadt und die unverwechselbare hanseatische Atmosphäre machen Bremen so einzigartig und lebendig. An den Ufern der Weser hat sich eine moderne Metropole entwickelt, die sich gleichzeitig ihr historisches Vermächtnis bewahrt. Daran erinnert unter anderem der Bremer Roland, ehrwürdiges Sinnbild der im Mittelalter erhaltenen Stadtrechte. Er und auch die Bremer Stadtmusikanten, Hahn, Katze, Hund und Esel, sind noch heute Wahrzeichen der Stadt. Diese und weitere beeindruckende Sehenswürdigkeiten sehen Sie im Rahmen einer Stadtführung. Außerdem lernen Sie das Schnoor kennen, eines der ältesten Stadtviertel in Bremen. In der ehemaligen Stadthalle Bremen erwartet Sie die „Musikschau der Nationen“, ein internationales Festival der Militärmusik. Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche Reise, bei der auch viel Raum für individuelle Entdeckungen bleibt.

Die Schweiz

Willkommen in den Schweizer Bergen! Die beliebteste Art, die imposante Bergwelt kennenzulernen, ist eine Fahrt mit den berühmten Schmalspurbahnen Glacier- und Bernina-Express, die zur Rhätischen Bahn gehören. Durch die Panoramafenster der Großraumwaggons eröffnet sich ein herrlicher Rundblick auf die Drei- und Viertausender der Umgebung. Seit der Glacier-Express am 25. Juni 1930 zum ersten Mal von Zermatt nach St. Moritz fuhr, hat diese Fahrt durch die Schweizer Bergwelt Millionen Reisende fasziniert. Heute ist der Zug die schönste Verbindung zwischen dem vorderen Rheintal, dem Kloster Disentis und der Stadt Andermatt bis hin zum Wallis mit seinem „Löwen von Zermatt“, dem Matterhorn.
© FR-online.de (gekürzt)

Langenau lässt Grüßen - Alemán B1 EOI Aragón

LESEVERSTEHEN - STUFE B1

 

AUSSAGE

Ergänzen Sie den Brief mit Wörtern aus dem Kasten. Es gibt drei Wörter, die nicht passen. 
      Wochenende     häufig     geworden     Verwandten     wenig     
Mietwagen Reiseunternehmer     gemacht     Treffen     gebucht     Schulfreundinnen
 
Liebe Gaby,

es ist wirklich eine Schande, aber ich muss mich heute endlich noch für deine April-Mail bedanken. Die Zeit verfliegt nur so, und seit wir ein Enkelkind haben, sind die Tage recht kostbar (0) geworden. Du schreibst, dass du und dein Mann Urlaub auf Malta gemacht habt. Da war ich mit Mann und Sohn vor 12 Jahren, und auch wir fanden die Insel wunderschön. Besonderen Spaß hatten wir mit dem (1) ______, denn auf Maltas Straßen wird ja auch (wie noch in England) links gefahren. Das fiel nicht immer ganz leicht!
Vor zwei Wochen lud Ursel zum Kaffee in ihren wunderschönen Garten. Anlaß war der Besuch von Erich (mit Frau Beate), die gerade in Heidenheim weilten. Leider konnten die übrigen (2) ______ nicht kommen, aber wir hatten trozdem viel Spaß. Seit der Goldenen Konfirmation trifft sich der „harte Kern” eigentlich regelmäßig. Außerdem gehen häufig Mails mit den aktuellen Neuigkeiten hin und her. Erich hat sich nun bereit erklärt, das nächste (3) ______ in Stuttgart zu organisieren. Sobald die Urlaubszeit vorbei ist, wollen wir einen gemeinsamen Tag dort verbringen. Alle freuen sich schon darauf. Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass sich gerade im Alter die Schulfreundschaften neu beleben lassen. Manchmal glaubt man kaum, dass in der Zwischenzeit fast 50 Jahre vergangen sind.
Und wie ich schon eingangs erwähnte, bin ich seit sieben Monaten begeisterte Großmutter. Unsere kleine Sophie Charlotte macht Eltern und Großeltern viele Freude. Am 6. Juli wurde sie in der Ulmer Pauluskirche getauft – mit anschließender Feier im Kreise einer großen Familie. Meine Ulmer Kinder besuchen uns regelmäßig in Langenau, und abends bin ich dort öfters als Babysitter gefragt. Jetzt am Wochenende schlief die Kleine das erste Mal bei uns (die Eltern gingen ins Theater), und da hatte ich schon Bedenken, ob das wohl gut geht. Nach dem letzten Fläschen legte ich Sophie ins Bettchen, und sie schlief bis morgens um 7 Uhr problemlos durch. Jetzt kommt langsam auch die Fremdelphase, aber nicht bei Oma und Opa – sie sieht uns ja relativ (4) ______. 
Einen längeren Sommerurlaub haben wir dieses Jahr nicht (5) ______. Dafür fliegen wir momentan oft zu unserem Sohn nach Berlin. So wieder am 19. September. Florian besorgte Karten für die Staatsoper Unter den Linden und außerdem läuft eine interessante Ausstellung auf der Museumsinsel. Kunst- und Kulturhinweise für Berlin bekomme ich auch regelmäßig von Erich. Seine Tochter wohnt ebenfalls in Berlin, und zur Zeit ist er dort.
Im Oktober haben mein Mann und ich noch eine Städtereise nach Prag (6) ______. Wir besuchten schon viele europäische Hauptstädte, aber Prag hat immer noch gefehlt. Wir fahren mit einem (7) ______, und somit werden viele interessante Führungen geboten. 
Ja, liebe Gaby, du wirst in der Zwischenzeit deinen Ruhestand genießen. Dann hast du zum Reisen noch viel mehr Zeit. Uns persönlich gefällt dabei am besten, dass man nicht mehr in der Haupt-Urlaubszeit verreisen muss. Die Vor- und Nachsaison hat einen besonderen Reiz. 
Dir und deine Familie noch eine schöne Sommerzeit 
und ganz herzliche Grüße aus Langenau 

Deine Erika 

PS: Hier noch ein paar Fotos aus Ursels Garten

Angst vor Fremden - Alemán B1 EOI Aragón

Die soziale Phobie ist eine Krankheit, die behandelt werden muss: Bei Patienten, die darunter leiden, löst der Kontakt mit fremden Menschen Panik aus – oft verlassen die Betroffenen ihre eigenen vier Wände nicht mehr. Mit der weltweit größten Studie suchen Göttinger Forscher jetzt bessere Behandlungsmethoden.

Angst vor anderen Menschen war 30 Jahre lang das prägende Gefühl im Leben von Arne Kuhlmann (Name geändert). „Wenn ich in den Garten gehen wollte, hab' ich einfach so lange gewartet, bis die Nachbarn weg waren“, sagt Kuhlmann. Arzttermine zu vereinbaren war ihm unangenehm, beim Einkaufen konnte er den Verkäuferinnen nicht ins Gesicht sehen. Kuhlmann litt Jahrzehnte unter sozialer Kontaktangst. Kam er mit fremden Menschen zusammen, geriet er in Panik. „Bis zu zwölf Prozent aller Deutschen leiden einmal in ihrem Leben unter einer sozialen Phobie“, sagt der Göttinger Psychologie-Professor Eric Leibing.

 Zusammen mit psychotherapeutischen Einrichtungen der Universitäten Dresden, Jena, Bochum-Dortmund und Mainz führt die Göttinger Universitätsmedizin im Moment die weltgrößte Studie zur sozialen Phobie durch. Bis 2009 können daher mehr als 500 Patienten mit sozialer Phobie behandelt werden. „Menschen mit sozialer Phobie glauben, dass sie irgendwie merkwürdig oder seltsam sind“, sagt Leibing. Deshalb hätten sie eine „extrem starke Angst, von anderen negativ beurteilt zu werden".

Diese Ängste könnten Herzrasen, Atemnot, Schweißausbrüche oder auch ein starkes Zittern auslösen, sagt der Experte. Darum meiden Sozialphobiker Angstsituationen oder ertragen sie nur mit Mühe. „Sie sprechen wenig, telefonieren nicht mehr, trauen sich nicht mehr ins Café oder ins Kino“, erläutert Leibing. Einen Vortrag zu präsentieren, erscheint den Betroffenen unmöglich, sie ziehen sich völlig aus dem öffentlichen Leben zurück. Die Folgen sind Einsamkeit, Selbstzweifel und Depressionen. „Soziale Phobien kosten die Betroffenen nicht nur zwischenmenschliche Kontakte, manche verlieren dadurch auch ihre Arbeit“, sagt Leibing.

Seit Kuhlmann im vergangenen Jahr eine Psychotherapie an der Universitätsklinik in Göttingen begonnen hat, geht es ihm besser, wie er sagt. Die Kurzzeittherapie umfasst 25 Sitzungen, in denen der Patient gemeinsam mit seinem Therapeuten überprüft, ob wirklich das eintritt, was der Patient so sehr fürchtet. „Ich musste andere Menschen auf der Straße nach der Uhrzeit fragen und habe festgestellt, dass sie sich nicht umdrehen und einfach weggehen. Alle haben mir gesagt, wie spät es ist“, erzählt er.

Seit Kuhlmann die Verhaltenstherapie im vergangenen Jahr begann, hat sich sein Leben stark verändert. Er geht nun offen auf andere zu, macht oft Witze und lacht gern. Dass er in seinem Job als Zahntechniker nun alle Telefonate, die er sonst immer an andere Mitarbeiter abgab, selbst führt, können seine Kollegen kaum glauben. „Der telefoniert den ganzen Tag“, sagen sie über ihn. Und für Kuhlmann ist der unbeschwerte Griff zum Telefonhörer vor allem eins: „Es ist schön, einfach viel Freiheit!“
© Welt.online (adaptiert)

Die Zukunft des Fußballs ist weiblich - Alemán B1 EOI Canarias

Ein Interview mit dem Deutscher Fußball-Bund-Präsident Theo Zwanziger zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011


Der DFB richtet 2011 die Frauenfußball-Weltmeisterschaft aus. Warum haben Sie sich darum beworben?
Die Anregung ging 2005 von der Bundeskanzlerin Angela Merkel aus. Wir haben das als _____(0) gesehen, solch eine attraktive Veranstaltung in Deutschland durchzuführen. Besonders nach dem tollen Verlauf der Männer- WM im Jahr 2006. Das Interesse an Frauenfußball steigt, das haben wir gerade bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft hier in Deutschland _____(1) und ich denke, das wird sich bei der Frauen-WM im nächsten Jahr ganz stark fortsetzen.

Die Zahl der Neuanmeldungen _____(2) bei jungen Mädchen hat ja bereits nach der WM 2006 stark zugenommen. Hoffen Sie das auch für 2011?
Ja, denn parallel zu den WM-Vorbereitungen haben wir unser Programm „Team 2011“ für Schulen und Vereine entwickelt, um die Begeisterung für Fußball insbesondere auch bei Mädchen zu schüren und die gute Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs der vergangenen Jahre verstetigen zu können. Wenn Mädchen Lust haben zu spielen, dann sollen sie es auch tun können und gefördert werden.

Gibt es schon Ergebnisse aus dem Programm?
Bisher haben sich fast 15.000 Schulen und Vereine _____(3) angemeldet. Das ist _____(4) und erfreulich.

Wie schätzen Sie aktuell den Stand des Frauenfußballs ein?
Von allen Mannschaften des DFB ist die Frauen-Fußball-Nationalmannschaft _____(5) ganz klar die Nummer 2, direkt nach der Herren-Nationalmannschaft. Sie hat ein relativ stabiles, wenn auch spezielles Publikum, das den Frauen großen Respekt entgegen bringt.

Copyright: Goethe-Institut e. V., Online-Redaktion, Oktober 2010

Freundschaften - Alemán B1 EOI Galicia

Sie interessieren sich für das Thema Freundschaft und suchen im Internet Informationen dazu. Sie finden die folgenden zwei Artikel.

 

A. So lange halten Freundschaften

Freunde fürs Leben sind wohl eher die Ausnahme als die Regel. Ein niederländischer Soziologe hat untersucht, wie schnell sich der Freundeskreis von Menschen verändert - und hat innerhalb von sieben Jahren Erstaunliches entdeckt.
Innerhalb von sieben Jahren endet jede zweite Freundschaft. Neue Freundschaften füllen die Lücke jedoch wieder, hat der Soziologe Gerald Mollenhorst von der Universität in Utrecht herausgefunden. Der Niederländer untersuchte, wie in westlichen Industrieländern das Umfeld, in dem sich Menschen treffen, ihr soziales Netzwerk beeinflusst, berichtet die niederländische Organisation für wissenschaftliche Forschung NWO.
Der Soziologe befragte 1007 Freiwillige zwischen 18 und 65 Jahren zu ihren Freundschaften. Er wollte wissen, mit wem sie Persönliches besprechen, wer bei Heimwerkerarbeiten aushilft, wen sie häufig besuchen und wo sie ihre Freunde kennengelernt haben. Nach sieben Jahren befragte er 604 der Teilnehmer erneut.
Nur 30 Prozent der Diskussionspartner und praktischen Helfer hatten noch dieselbe Bedeutung für die Befragten und nur 48 Prozent der Freunde waren überhaupt noch Teil des sozialen Netzwerkes. Der Freundes- und Bekanntenkreis blieb dabei insgesamt aber gleich groß.
Menschen suchen sich ihre Freunde gezielt aus den Menschen aus, die sie treffen, erläutert der Forscher. Wie groß dieser Kreis von neuen Bekanntschaften ist und wie er sich zusammensetzt, wird jedoch durch die Gelegenheiten bestimmt, die durch die Lebensumstände geschaffen werden. Zudem wählen Menschen Freunde oft aus einem Umfeld, aus dem schon andere ihrer Freunde kommen. Auch stellte Mollenhorst fest, dass die Grenzen zwischen beruflichem Umfeld, Nachbarschaft und privatem Umfeld unklarer sind, als von vielen angenommen.
Aus: Stern.de

B. Umfrage: Internet vor Freundschaft

Die Nutzung des Internets geht für viele US-Bürger vor Freundschaft. Ein Viertel der bei einer Online-Umfrage Befragten gaben an, Freundschaften zu vernachlässigen, um mehr Zeit im Web zu verbringen.
Jeder vierte Amerikaner vernachlässigt einer Umfrage zufolge wegen seiner starken Internet-Nutzung Freundschaften. Jeder fünfte nehme sich aus dem gleichen Grund weniger Zeit für Sex, ermittelte die Werbeagentur JWT in einer Online-Umfrage. "Die Menschen sagten uns, wie unruhig, isoliert und gelangweilt sie sich fühlten, wenn sie auf den Zugang zum Netz verzichten mussten. Sie empfanden sich als isoliert von der Welt, von ihren Freunden und ihrer Familie."
Laut der Erhebung hat das Internet mittlerweile Fernsehen und Handy den Rang als wichtigstes technisches Hilfsmittel abgelaufen. Knapp die Hälfte der Teilnehmer stimmte der Aussage zu, ohne das Web fehle etwas Wichtiges in ihrem Leben. Nur einer von fünf Befragten gab an, eine Woche lang problemlos auf das Internet verzichten zu können.

Was Kinder lustig finden - Alemán B1 EOI Galicia

Wenn man mit Kindern zusammen einen Film anschaut, wird man feststellen, dass sie an ganz anderen Stellen lachen als man selbst. Nicht selten fragt man sich, was Kinder an Spongebob und Co. so unglaublich lustig finden.
Mein Neffe lacht regelmäßig bis zur Erschöpfung über Witze, für die ich nicht mal ein müdes Lächeln übrig habe. Woran liegt das bloß? Die Antwort ist, Humor entwickelt sich im Laufe des Lebens weiter. Seine Entwicklung ist eng an die geistige Entwicklung gebunden. Laut Psychologe Werner Wicki ist Humor "mentale Gymnastik".
Kinder haben oft einen konkreteren Humor als Erwachsene. Sie sind beispielsweise sehr empfänglich für visuelle Gags. Erwachsene hingegen können sich in der Regel sehr gut über intelligente Witze oder komische Handlungsstränge amüsieren.
Generell wird als lustig empfunden, wenn sich etwas anders verhält, als man es erwartet. Je nach Lebenserfahrung kann das beim Zweijährigen die Hose auf dem Kopf sein, beim Erwachsenen der Brautstrauß, der anstatt in der Hand der Brautjungfer im Ventilator landet.
“Kinder lachen 400mal am Tag, Erwachsene zwölfmal und Tote gar nicht. Sogar der Laie erkennt da eine Tendenz”, formulierte Eckart von Hirschhausen treffend. Die Fähigkeit, über die kleinen Dinge des Lebens zu lachen, verliert sich häufig mit zunehmendem Alter. Das lässt sich dadurch erklären, dass unser Humor mit zunehmender Lebenserfahrung komplexer wird.

 

Universeller Kinderhumor

Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen meistens an den gleichen Stellen eines Films lachen. Nur manchmal ergeben sich Unterschiede, insbesondere wenn es um Tabubrüche geht. So können Kinder in Südafrika nicht darüber lachen, wenn mit Essen geworfen wird, Kinder aus Ägypten finden es nicht lustig, wenn sich ein Mann am nackten Hintern kratzt. Beide Szenen werden von deutschen Kindern als lustig empfunden.

 

Sind Kinder gerne schadenfroh?

Kinder lachen gerne über Pannenshows im Fernsehen. Laut Dr. Maya Götz, Leiterin des weltweit renommiertesten Kinderfernseh-Wettbewerbs, ist das jedoch nicht als echte Schadenfreude zu verstehen. Sie lachen, weil eine Situation komisch aussieht. Dabei gehen sie davon aus, dass nichts Schlimmes passiert.

 

Jede Altersstufe hat ihren Witz

Genau wie bei Erwachsenen ist bei Kindern Lachen nicht unbedingt mit Humor gleichzusetzen. Quer durch die Kindesentwicklung wurden folgende Meilensteine des Humors beobachtet. Bereits im Alter von vier Monaten lachen Kinder vermehrt. Sie reagieren vor allem auf auditive und taktile Stimuli. Mit zunehmendem Alter gewinnen visuelle und soziale Stimuli an Bedeutung.
Vierzehnmonatige Kinder können bereits Slapstick-Humor produzieren, beispielsweise indem sie sich auf das Sofa fallen lassen und die Reaktion der Erwachsenen beobachten.
Ab dem Ende des zweiten Lebensjahres wird als lustig empfunden, wenn Objekte anders bezeichnet werden. Beispielsweise wird ein Hund Katze genannt.
Circa ab dem dritten Lebensjahr können sich Kinder köstlich amüsieren, wenn es um "unmögliche" Dinge geht (z. B. ein Schwein, das fliegt).
Im vierten Lebensjahr hat das Kind viel Spaß daran, sich anders zu verhalten, als es erwartet wird. Es wird mit Essen gespielt, Anweisungen bewusst ins Gegenteil verkehrt. Dieses (teilweise für die Eltern nervtötende) Verhalten fördert die soziale und geistige Entwicklung des Kindes.
7-8jährige lachen gerne über Witze und Cartoons. Nicht selten werden diese aber gar nicht richtig verstanden, während zehnjährige Kinder bereits häufiger auf die Pointe eines Witzes achten.

 

Humor bringt nicht nur zum Lachen

Humor ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialen und geistigen Entwicklung eines Kindes. Darüber hinaus hat er noch weitere Funktionen. Humor kann dazu beitragen, aggressive Tendenzen in akzeptierte Bahnen zu kanalisieren. Bereits kleine Kinder benutzen Humor, um sich über Schwierigkeiten hinweg zu trösten. Sie können ihre eigenen vergeblichen Bemühungen parodieren und die Erwachsenen lächerlich machen, wie der folgende Witz illustriert: Lena leckt an dem neuen Blümchenkleid ihrer Tante. Alle schauen sie verdutzt an. Da sagt Lena: "Du hast Recht Mama, das Kleid von der Tante ist wirklich geschmacklos!"

Alemán B1 EOI País Vasco - Wohngemeinschaften im Auftrag des Herrn

Klöster gibt es in Berlin eine ganze Menge, aber oft bestehen sie nur aus einer Wohngemeinschaft. Neben der Seelsorge leisten die Ordensgemeinschaften vor allem soziale Arbeit.
Sie kochen Suppe für Obdachlose, geben Notleidenden Hosen und Blusen aus ihren Kleiderkammern, verarzten Aidspatienten, bieten Therapie an oder halten Vorträge. Wenn sie dabei Geld verdienen, geben sie es weiter und behalten nur das, was zum Leben notwendig ist. In unserer Konsumwelt wirkt die Biographie vieler Klosterschwestern und -brüder wie aus dem Märchenbuch entnommen. Im Zentrum ihres Lebens steht der Glaube an Gott, er ist Motor des Handelns.
Eine harte Schule, aber nicht für jeden: Immerhin 36 Frauen- und 18 Männerorden sind in Berlin zu Hause. Die Vielfalt dabei ist verwirrend: Da gibt es Dominikaner, Franziskaner, Karmelitinnen, Jesuiten, die Schwestern der Mutter Teresa, Arbeiterpriester, Johannisschwestern, Augustiner und viele andere. Die Gruppen sind selten größer als 12 Schwestern oder Brüder. Oft gibt es nicht einmal ein richtiges Kloster, sondern einfach nur eine Wohnung, die man sich teilt - eine WG im Auftrag des Herrn.
Nur wenige Orden sind durch ihre Arbeit bekannt, die zum größten Teil im sozialen Bereich geleistet wird. Die meisten Schwestern arbeiten in der Krankenpflege, einige leisten aber auch politische Arbeit. Wie zum Beispiel Schwester Cornelia Bührle, die Migrationsbeauftragte des Berliner Erzbischofs. Sie telefoniert täglich in der ganzen Welt herum, um die Situation von Asylbewerbern und Flüchtlingen zu verbessern.
Bührle, die dem Orden der Schwestern des Sacre Coeur angehört, hat wie viele ihrer Mitschwestern und -brüder studiert. Als Juristin hat sie viel von der Welt gesehen, eine Voraussetzung, die in den meisten Orden gern gesehen wird. So genannte Weltflüchtlinge, die aus Furcht vor der Realität hinter die Mauern eines Klosters fliehen, sind hingegegen weniger willkommen. Statt sich in die Einsamkeit zu flüchten, sind viele Berliner Ordensgemeinschaften am Brennpunkt der Realität zu finden.
Bei fast allen Orden ist die fortwährende Bildung und das Ausüben eines Berufs selbstverständlich. Bei den Franziskanern in Pankow, die eine Suppenküche betreiben und Aidskranken helfen, haben alle sechs Brüder eine Ausbildung als Sozialpädagogen, Priester oder Krankenpfleger. Ihr Geld verdienen sie als Angestellte nichtstaatlicher Institutionen. Da Privatbesitz nicht erlaubt ist, geht der Monatslohn in die Gemeinschaftskasse, woraus dann die Ausgaben für Essen oder Kleidung bestritten werden.

Quelle: Christine Berger, TAZ-BERLIN vom 11.10.1997

Alemán A2 EOI Navarra Rechtschreibreform Buchstabenstreit

Nach langem Ziehen und Zerren haben die deutschen Kultusminister am 2. März 2006 beschlossen, dass die neuen Rechtschreibregeln bald für alle gelten sollen. Fast 20 Jahre lang war darüber gestritten worden, wie man in Deutschland zu schreiben habe.
Meine Thüren thun wackeln...
Schon vor über 100 Jahren traf sich in Deutschland eine Gruppe von Männern, um über Rechtschreibung zu diskutieren. Damals suchte man Regeln, die für alle in Deutschland gelten sollten. Schließlich sollte ein Norddeutscher den Brief eines Süddeutschen lesen und verstehen können.
Übrigens, du hättest so einen Brief sicherlich nicht lesen können. Nicht nur, dass man damals noch eine andere Schrift benutzt hat, man hat viele Worte ganz anders geschrieben als heute. Und zwar nicht nur, wenn es sich um wackelnde Türen drehte.
Eine moderne Rechtschreibung für moderne Leute!
Die deutschen Kultusminister, die dafür zuständig sind, was in deutschen Schulen unterrichtet wird, haben 1987 einen Auftrag erteilt: Die Rechtschreibung in Deutschland soll geändert werden! Sie soll einfacher, logischer und moderner werden. Diese Änderungen nannten sie Rechtschreibreform und eine Gruppe von Wissenschaftlern sollte sich dazu Gedanken machen.
Über 20 Jahre haben Wissenschaftler, Schriftsteller, Zeitungsmacher und viele Menschen mehr überlegt, wie man die deutsche Sprache einfacher machen könnte. Im März 2006 haben die Kultusminister den vielfach geänderten Rechtschreibregeln zugestimmt und ab August 2006 sollst du sie in der Schule lernen. Neben den deutschen Kindern sollen übrigens auch die österreichischen und Schweizer Kinder die neuen Regeln lernen.

Alemán A2 EOI Navarra - So isst Ihr Kind sich fit!

Frustriert steht Tanja vor dem Spiegel. Die Jeans, die sie sich vor einem halben Jahr gekauft hat, sind schon wieder zu eng. Inzwischen passt die 13-Jährige gerade noch in Größe 40, dabei gehört sie mit ihren 1,51 Metern eher zu den kleineren Mädchen ihrer Klasse.
Sebastian war schon als Dreijähriger ein pausbäckiger Wonneproppen*, mittlerweile schleppt* der Zehnjährige gute sechs Kilo Übergewicht mit sich herum. Tendenz steigend.
Beides keine Extremfälle, aber auch keine Ausnahmen. Längst warnen Mediziner und Ernährungswissenschaftler: Unsere Kinder werden immer dicker! (…)
Nach den Ursachen des gewichtigen Problems muss man nicht lange suchen: Viele Kinder essen zu viel und das Falsche, darüber sind sich sämtliche Experten einig.
Obendrein bewegt sich die heranwachsende Generation immer weniger. Mit dem Computer kam, nach Auto und Fernseher, der dritte Bewegungskiller ins Familienleben. Statt wie früher auf dem Spielplatz zu toben, verbringen schon Kinder Stunden vorm PC oder vor der Mattscheibe. (…)
www.geolino.de

Wörtererklärung 
  • pausbäckiger Wonneproppen: hier, dickes Kind
  • schleppen: tragen

Alemán B1 EOI Navarra - Austausch der Kulturen

Es war der erste Schüleraustausch nach Jahrzehnten Bürgerkrieg und Taliban-Herrschaft in Afghanistan: 9 Schülerinnen der Aisha-i-Durani Schule und 10 Schüler der Amani Oberrealschule für Jungen in Kabul kamen für drei Wochen nach Sachsen. (…)
Walid, 16, wurde in Kabul gut auf die weite Reise nach Deutschland vorbereitet. (…) Vor Ort wird für den jungen Afghanen dennoch vieles zum Erlebnis: Die erste Zugfahrt seines Lebens, der gemeinsame Unterricht von Jungen und Mädchen, Frauen-Fußball, Mineralwasser mit Kohlensäure, alte Burgen und Schlösser, der Wald, die grüne Landschaft – und nicht zuletzt der viele Regen, der ihn vom Wetter in Deutschland schwärmen lässt.

Gelebte Landeskunde

Walid wohnt bei Mathias, 16, in Elsterberg. Das ist ein 3000-Einwohner-Ort im Vogtland*. Auch Mathias wurde in der Schule gut auf den Besuch vorbereitet. Er wusste: die Afghanen essen wegen ihres muslimischen Glaubens kein Schweinefleisch und sie trinken keinen Alkohol, die Mädchen und Frauen tragen Kopftücher, in Afghanistan isst man nicht mit Messer und Gabel und sein Gastschüler steht morgens vielleicht etwas früher auf, um zu beten. (…) Die Mittelschule Elsterberg ist eine von 12 Unesco-Schulen* in Sachsen, die ihre Schüler zur „Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Menschen und Kulturen erziehen“ wollen.

Gemeinsame Projekte

Im Unterricht erleben die deutschen Schüler, wie wissbegierig die gleichaltrigen Afghanen sind und welchen Respekt sie vor Lehrern haben. (…) Andererseits erleben die afghanischen Schüler einen völlig anderen Unterricht als zu Hause: In kleinen Gruppen führen sie mit den deutschen Schülern Projekte durch. (…) Sie sammeln gemeinsam Material, recherchieren vor Ort und stellen die Ergebnisse anschließend vor. So befasst sich eine Gruppe mit dem Thema „Handwerk und Landwirtschaft“ und erlebt dabei in einer Bäckerei die Herstellung von Brot. Landeskunde hautnah. Die zweite Woche ihres Deutschland-Aufenthaltes verbringt die afghanische Gruppe in Chemnitz. Hier entsteht an der Albrecht-Dürer-Mittelschule ein Kunst-Projekt: Die afghanischen und deutschen Schüler malen Bilder. Für die jungen Afghanen ist das etwas Besonderes: Lange Zeit herrschte in Afghanistan Bilderverbot. In wenigen Tagen entstehen zahlreiche Bilder, die die künstlerische Entwicklung der Schüler zeigen. Ein Bild trägt den Titel „Austausch der Kulturen“. Es zeigt einen langen und steinigen Weg, der sowohl verbindet, als auch trennt. Aber es gibt ihn und man kann ihn gehen. Ein Bild, das mehr als tausend Worte sagt.
Alle Afghanen wollen nach dem Abitur in Deutschland studieren. Said hat sich für Medizin entschieden, „damit unsere Leute nicht mehr nach Pakistan fahren müssen, um sich behandeln zu lassen.“ Ahmad interessiert sich für Maschinenbau, „um beim Wiederaufbau von Afghanistan helfen zu können.“ Demnächst sollen deutsche Schüler auch nach Kabul reisen.
Aus Juma.de
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