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Langenau lässt Grüßen - Alemán B1 EOI Aragón

LESEVERSTEHEN - STUFE B1

 

AUSSAGE

Ergänzen Sie den Brief mit Wörtern aus dem Kasten. Es gibt drei Wörter, die nicht passen. 
      Wochenende     häufig     geworden     Verwandten     wenig     
Mietwagen Reiseunternehmer     gemacht     Treffen     gebucht     Schulfreundinnen
 
Liebe Gaby,

es ist wirklich eine Schande, aber ich muss mich heute endlich noch für deine April-Mail bedanken. Die Zeit verfliegt nur so, und seit wir ein Enkelkind haben, sind die Tage recht kostbar (0) geworden. Du schreibst, dass du und dein Mann Urlaub auf Malta gemacht habt. Da war ich mit Mann und Sohn vor 12 Jahren, und auch wir fanden die Insel wunderschön. Besonderen Spaß hatten wir mit dem (1) ______, denn auf Maltas Straßen wird ja auch (wie noch in England) links gefahren. Das fiel nicht immer ganz leicht!
Vor zwei Wochen lud Ursel zum Kaffee in ihren wunderschönen Garten. Anlaß war der Besuch von Erich (mit Frau Beate), die gerade in Heidenheim weilten. Leider konnten die übrigen (2) ______ nicht kommen, aber wir hatten trozdem viel Spaß. Seit der Goldenen Konfirmation trifft sich der „harte Kern” eigentlich regelmäßig. Außerdem gehen häufig Mails mit den aktuellen Neuigkeiten hin und her. Erich hat sich nun bereit erklärt, das nächste (3) ______ in Stuttgart zu organisieren. Sobald die Urlaubszeit vorbei ist, wollen wir einen gemeinsamen Tag dort verbringen. Alle freuen sich schon darauf. Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass sich gerade im Alter die Schulfreundschaften neu beleben lassen. Manchmal glaubt man kaum, dass in der Zwischenzeit fast 50 Jahre vergangen sind.
Und wie ich schon eingangs erwähnte, bin ich seit sieben Monaten begeisterte Großmutter. Unsere kleine Sophie Charlotte macht Eltern und Großeltern viele Freude. Am 6. Juli wurde sie in der Ulmer Pauluskirche getauft – mit anschließender Feier im Kreise einer großen Familie. Meine Ulmer Kinder besuchen uns regelmäßig in Langenau, und abends bin ich dort öfters als Babysitter gefragt. Jetzt am Wochenende schlief die Kleine das erste Mal bei uns (die Eltern gingen ins Theater), und da hatte ich schon Bedenken, ob das wohl gut geht. Nach dem letzten Fläschen legte ich Sophie ins Bettchen, und sie schlief bis morgens um 7 Uhr problemlos durch. Jetzt kommt langsam auch die Fremdelphase, aber nicht bei Oma und Opa – sie sieht uns ja relativ (4) ______. 
Einen längeren Sommerurlaub haben wir dieses Jahr nicht (5) ______. Dafür fliegen wir momentan oft zu unserem Sohn nach Berlin. So wieder am 19. September. Florian besorgte Karten für die Staatsoper Unter den Linden und außerdem läuft eine interessante Ausstellung auf der Museumsinsel. Kunst- und Kulturhinweise für Berlin bekomme ich auch regelmäßig von Erich. Seine Tochter wohnt ebenfalls in Berlin, und zur Zeit ist er dort.
Im Oktober haben mein Mann und ich noch eine Städtereise nach Prag (6) ______. Wir besuchten schon viele europäische Hauptstädte, aber Prag hat immer noch gefehlt. Wir fahren mit einem (7) ______, und somit werden viele interessante Führungen geboten. 
Ja, liebe Gaby, du wirst in der Zwischenzeit deinen Ruhestand genießen. Dann hast du zum Reisen noch viel mehr Zeit. Uns persönlich gefällt dabei am besten, dass man nicht mehr in der Haupt-Urlaubszeit verreisen muss. Die Vor- und Nachsaison hat einen besonderen Reiz. 
Dir und deine Familie noch eine schöne Sommerzeit 
und ganz herzliche Grüße aus Langenau 

Deine Erika 

PS: Hier noch ein paar Fotos aus Ursels Garten

Angst vor Fremden - Alemán B1 EOI Aragón

Die soziale Phobie ist eine Krankheit, die behandelt werden muss: Bei Patienten, die darunter leiden, löst der Kontakt mit fremden Menschen Panik aus – oft verlassen die Betroffenen ihre eigenen vier Wände nicht mehr. Mit der weltweit größten Studie suchen Göttinger Forscher jetzt bessere Behandlungsmethoden.

Angst vor anderen Menschen war 30 Jahre lang das prägende Gefühl im Leben von Arne Kuhlmann (Name geändert). „Wenn ich in den Garten gehen wollte, hab' ich einfach so lange gewartet, bis die Nachbarn weg waren“, sagt Kuhlmann. Arzttermine zu vereinbaren war ihm unangenehm, beim Einkaufen konnte er den Verkäuferinnen nicht ins Gesicht sehen. Kuhlmann litt Jahrzehnte unter sozialer Kontaktangst. Kam er mit fremden Menschen zusammen, geriet er in Panik. „Bis zu zwölf Prozent aller Deutschen leiden einmal in ihrem Leben unter einer sozialen Phobie“, sagt der Göttinger Psychologie-Professor Eric Leibing.

 Zusammen mit psychotherapeutischen Einrichtungen der Universitäten Dresden, Jena, Bochum-Dortmund und Mainz führt die Göttinger Universitätsmedizin im Moment die weltgrößte Studie zur sozialen Phobie durch. Bis 2009 können daher mehr als 500 Patienten mit sozialer Phobie behandelt werden. „Menschen mit sozialer Phobie glauben, dass sie irgendwie merkwürdig oder seltsam sind“, sagt Leibing. Deshalb hätten sie eine „extrem starke Angst, von anderen negativ beurteilt zu werden".

Diese Ängste könnten Herzrasen, Atemnot, Schweißausbrüche oder auch ein starkes Zittern auslösen, sagt der Experte. Darum meiden Sozialphobiker Angstsituationen oder ertragen sie nur mit Mühe. „Sie sprechen wenig, telefonieren nicht mehr, trauen sich nicht mehr ins Café oder ins Kino“, erläutert Leibing. Einen Vortrag zu präsentieren, erscheint den Betroffenen unmöglich, sie ziehen sich völlig aus dem öffentlichen Leben zurück. Die Folgen sind Einsamkeit, Selbstzweifel und Depressionen. „Soziale Phobien kosten die Betroffenen nicht nur zwischenmenschliche Kontakte, manche verlieren dadurch auch ihre Arbeit“, sagt Leibing.

Seit Kuhlmann im vergangenen Jahr eine Psychotherapie an der Universitätsklinik in Göttingen begonnen hat, geht es ihm besser, wie er sagt. Die Kurzzeittherapie umfasst 25 Sitzungen, in denen der Patient gemeinsam mit seinem Therapeuten überprüft, ob wirklich das eintritt, was der Patient so sehr fürchtet. „Ich musste andere Menschen auf der Straße nach der Uhrzeit fragen und habe festgestellt, dass sie sich nicht umdrehen und einfach weggehen. Alle haben mir gesagt, wie spät es ist“, erzählt er.

Seit Kuhlmann die Verhaltenstherapie im vergangenen Jahr begann, hat sich sein Leben stark verändert. Er geht nun offen auf andere zu, macht oft Witze und lacht gern. Dass er in seinem Job als Zahntechniker nun alle Telefonate, die er sonst immer an andere Mitarbeiter abgab, selbst führt, können seine Kollegen kaum glauben. „Der telefoniert den ganzen Tag“, sagen sie über ihn. Und für Kuhlmann ist der unbeschwerte Griff zum Telefonhörer vor allem eins: „Es ist schön, einfach viel Freiheit!“
© Welt.online (adaptiert)
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